| Isabel Weinert |
| 11.03.2026 14:00 Uhr |
Menschen, die ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs tragen, können ihre Lunge ab 1. April dieses Jahres kostenlos untersuchen lassen. / © Adobe Stock/sewcream
Das Angebot zu verbreiten und auch vonseiten der PTA publik zu machen, ist deshalb von großer Bedeutung, weil Lungenkrebs in Deutschland weiterhin die häufigste krebsbedingte Todesursache ist, so eine Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) zum neuen Angebot. Tumoren der Lunge würden oft erst dann entdeckt, wenn sie bereits weit fortgeschritten seien – eine Tatsache, die eine erfolgreiche Therapie erschwert.
Das Screening ab 1. April 2026 spürt verdächtige Veränderungen in der Lunge mittels moderner CT-Technik mit geringer Strahlenbelastung auf. Die Auswertung erfolgt auch mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Das trägt dazu bei, Befunde exakter einordnen zu können und verhindert auf diese Weise unnötige Folgeuntersuchungen.
Internationale Studien zeigten, dass ein regelmäßiges Screening mittels Niedrigdosis-CT die lungenkrebsbedingte Sterblichkeit signifikant senken könne. Professor Dr. Tim O. Hirche, Direktor der Klinik für Pneumologie an Helios Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken Wiesbaden, sieht das neue Screening als wichtigen Schritt, sowohl medizinisch als auch gesundheitspolitisch: »Es eröffnet die realistische Chance, die Prognose einer der tödlichsten Krebserkrankungen durch systematische Früherkennung substanziell zu verbessern – und langfristig auch Kosten zu vermeiden, die durch späte Krankheitsstadien entstehen«, so der Experte.