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Krebs-Immuntherapie
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Längeres Überleben nach Corona-Impfung

In einer retrospektiven Studie stellten Forschende fest, dass Krebspatienten, die einen der mRNA-Covid-19-Impfstoffe erhalten hatten, unter Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren länger überlebten. 
AutorKontaktPZ
Datum 12.11.2025  16:00 Uhr

Übertragbarkeit auf den Menschen

RNA-Sequenzierungen von Tumorgeweben Covid-19-geimpfter Krebspatienten belegten ähnliche Signaturen wie in den Mausmodellen. Auch hier kam es zur Hochregulation von IFN-I-Signalgenen, zu einer erhöhten Infiltration zytotoxischer T-Zellen und zu einer damit korrelierenden, erhöhten PD-L1-Expression.

Diese Effekte gleichen einer Sensibilisierung kalter Tumoren durch ein Immunadjuvans und einem Aufbrechen der immunsuppressiven Wirkung der Tumor-Mikroumgebung. Somit zeigt die Studie, dass nicht tumorspezifische mRNA-Impfstoffe eine unspezifische, aber klinisch relevante Immunaktivierung auslösen können, die Checkpoint-Inhibitoren potenziert.

Diese Erkenntnis ist allerdings nicht ganz neu. Beispielsweise publizierten Forschende vom McKnight Brain Institute und dem Department of Pediatrics der University of Florida in Gainesville, USA im August dieses Jahres eine Arbeit in dem Wissenschaftsmagazin »Nature Biomedical Engineering«. Darin zeigten sie, dass unmodifizierte mRNA (uRNA) eine breitere Immunantwort auslöst, die als Booster für Immuntherapien bei Krebs dienen könnte. Auch hier postulieren die Forschenden eine Stimulation von Typ-I-Interferonen, die den Erfolg von ICI verstärken kann.

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