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Boreout 
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Langeweile im Job kann krank machen

Einfach mal nichts tun während der Arbeitszeit, stundenlang im Internet surfen, statt von Meeting zu Meeting zu hetzen? Oder ohne nachzudenken ein bisschen vor sich hinarbeiten und trotzdem Geld dafür bekommen? Das schöne Bild trügt. Auf Dauer kann zu wenig Arbeit im Job ebenso negative Folgen haben wie zu viel Arbeit. Boreout heißt das Phänomen, abgeleitet aus dem Englischen »to be bored« – gelangweilt sein.
AutorKontaktdpa
Datum 17.03.2022  15:30 Uhr
Selbstwertgefühl aus Freizeit nähren

Selbstwertgefühl aus Freizeit nähren

Laut Windemuth kann auch eine Art Job-Rotation helfen, während Beschäftigte die Tätigkeiten im Stunden- oder Tagestakt wechseln. Oder aber, Beschäftigte bemühen sich, ihre Arbeitsaufgaben anzureichern. Denkbar ist etwa, auch Tätigkeiten zu übernehmen, die im Arbeitsprozess vor oder nach der eigentlichen Aufgabe stehen.

Andreas Hemsing rät, zu versuchen, die emotionale Bedeutung von Arbeit zu reduzieren. Sprich: Ich suche mir etwas in meinem Leben, das mir mehr Begeisterung verschafft. Um die Monotonie auszugleichen und mein Selbstwertgefühl aus etwas anderem zu nähren als aus meiner Arbeitstätigkeit.« Das kann ein Hobby sein, Aktivitäten wie Sprachenlernen, Reisen oder Sport oder auch ein Ehrenamt.

Corona-Pandemie kein Boreout-Treiber

Dass die Corona-Pandemie das Phänomen Boreout verstärkt, glauben die Experten nicht. »Seine Arbeit eigenständig planen und einteilen zu können, gilt als Prävention gegen Monotonie«, sagt Dirk Windemuth. Daher könne es im Homeoffice helfen, zwischendurch mal die Waschmaschine anzustellen oder mit dem Hund zu gehen. Und anders als im Großraumbüro fällt häufig auch der Druck bei der Außendarstellung weg, sagt Peter Werder: »Im Homeoffice ist ja niemand, dem man beweisen muss, dass man viel arbeitet.«

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