AST, GGT und ALT: Es klingt fast wie ein Hit von den Fantastischen Vier. Doch dabei handelt es sich um ein medizinisches Thema: Leberwerte. Was die Blutparameter über die Gesundheit verraten und wie PTA dazu beraten können, fasst unsere Übersicht zusammen.
Empfindlichster Wert für eine Leber- oder Gallenerkrankung, besonders bei einem Rückstau von Gallensäuren.
GGT kommt auch auf anderen Organen vor, eine Erhöhung bei Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Herzinfarkt oder metabolisches Syndrom möglich.
erhöhte Werte auch nach Alkoholkonsum (über mehrere Tage) oder Medikamenteneinnahme (wie Ibuprofen, Statine)
AP oder ALP
Alkalische Phosphatase (AP oder ALP)
Gibt Hinweis auf die Ausscheidungsfunktion der Leber und die Durchgängigkeit der Gallenwege
Bei Verschlüssen der Gallenwege findet man die höchsten Werte, bei Erkrankungen der Leber fallen sie weniger stark aus.
AP kommt in großen Mengen auch im Skelettsystem vor, daher auch erhöhte Werte bei Knochenschäden, Wachstum oder in der Schwangerschaft.
Bilirubin
gelb-bräunlicher Gallenfarbstoff, Abbauprodukt des Hämoglobins
erhöhtes Bilirubin: häufig Gelbfärbung von Haut und Augenweiß (Gelbsucht/Ikterus)
erhöhte Werte beispielsweise bei akuten/chronischen Hepatitis-Infektionen, Gallestau oder Fettlebererkrankungen
Neugeborenen-Ikterus: erhöhte Bilirubin-Werte, wenn Leberfunktion in den ersten Lebenstagen noch nicht voll ausgereift ist. Normalerweise harmlos, steigt die Konzentration (>18 mg/dl ab dem dritten Lebenstag), muss das Kind mit einer Lichttherapie behandelt werden.