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Leitlinie für einheitliches Vorgehen

Für wen kommen Pubertätsblocker infrage? Ab wann empfiehlt sich eine geschlechtsangleichende Hormonbehandlung? Eine neue Leitlinie gibt klare Empfehlungen. Sieben Jahre haben Fachleute daran gefeilt.
AutorKontaktdpa
Datum 02.05.2025  08:00 Uhr

Hormone werden ein Leben lang genommen

Im Gegensatz zu den Blockern bewirkt eine Hormontherapie, dass sich der Körper aktiv verändert. Dabei werden Sexualhormone des empfundenen Geschlechtes, bei trans-Frauen Estradiol, bei trans-Männern Testosteron, entweder gespritzt, als Tablette genommen oder in Form eines Gels aufgetragen. Zudem werden die Sexualhormone des angeborenen Geschlechtes unterdrückt.

Trans-Männer – also Personen, die sich als männlich identifizieren, denen bei der Geburt aber aufgrund der Anatomie ein weibliches Geschlecht zugewiesen wurde – bekommen dann zum Beispiel eine tiefere Stimme und mehr Muskeln, trans-Frauen bekommen eine weibliche Brust, die Gesichtsbehaarung nimmt ab.

Die Hormone müssen in der Regel ein Leben lang genommen werden. Weil die Veränderungen zum Teil nicht wieder rückgängig gemacht werden können, ist für diese Entscheidung »ein hohes Maß an kognitiver und sozioemotionaler Reife« der Minderjährigen erforderlich, so die Empfehlung der Leitlinie.

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