PTA-Forum online Avoxa
instagram facebook

Post-Covid und Long-Covid
-
Leitlinie soll Umgang mit Spätfolgen verbessern

Wie ergeht es Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, aber gesundheitlich weiterhin angeschlagen sind? Eine Leitlinie soll den Umgang der Ärzte mit Post- und Long-Covid-Patienten erleichtern.
AutorKontaktdpa
Datum 07.07.2021  14:30 Uhr

Leitlinie vom falschen Fachbereich?

Hans-Michael Mühlenfeld von der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) räumt ein, dass manch ein unter den Corona-Spätfolgen leidender Patient »durchs Raster« fallen kann. »Das passiert bei seltenen Erkrankungen wie Post-Covid.« Wenn der Hausarzt einräume, dass er sich nicht auskenne, sei das nur verantwortungsvoll. Gute Adressen seien die Uniklinik-Ambulanzen. Von der geplanten Leitlinie der GDP ist er überrascht und weist darauf hin, dass die DEGAM das Thema Spätfolgen bereits in ihre Leitlinie zur Pandemie-Bekämpfung integriert hat. Wenn Fachbereiche Leitlinien für andere Ärzte-Gruppen erstellten, funktioniere das nicht. »Die wissen ja nicht, was bei uns los ist«, sagt Mühlenfeld.

Claus Vogelmeier, Vorstandschef der Deutschen Lungenstiftung, rät Patienten, die glauben, an einem Covid-Folge-Syndrom zu leiden, ihre Symptome genau zu beobachten und ihren Arzt zu informieren. »Wenn nach sechs bis acht Wochen noch Atemnot vorherrscht, sollte das unbedingt untersucht werden.«

TEILEN
Datenschutz

Mehr von Avoxa