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TÜV-Verband
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Lifestyle-Apps nicht blind vertrauen

Apps, die versprechen, den Lebensstil und die Gesundheit zu verbessern, gibt es inzwischen in Hülle und Fülle. Doch die wenigsten sind zertifiziert. Der TÜV-Verband rät Anwendern, die Angaben und Versprechungen der Anbieter kritisch zu hinterfragen.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 12.09.2023  11:30 Uhr

Gesundheits- und Lifestyle-Apps boomen: Zurzeit sind etwa 284.000 Anwendungen auf dem Markt, die einen gesunden Lebensstil unterstützen oder helfen sollen, Fitnessziele zu erreichen. Die Anwendungen erstellen Diätpläne, bieten Entspannungsübungen oder Fitnesscoachings für mehr Bewegung oder zum Muskelaufbau an. Häufig sind die Apps bereits auf dem Smartphone vorinstalliert oder werden in Kombination mit Wearables vermarktet. Der TÜV-Verband weist darauf hin, dass diese von Sportmarken, IT-Firmen oder Fitnessstudios entwickelten Lifestyle-Apps nicht den strengen Anforderungen an Sicherheit und Leistungsfähigkeit der europäischen Gesetzgebung für Medizinprodukte unterliegen und in der Regel nicht von unabhängigen Stellen überprüft sind.

Sie sind nicht mit den Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) zu verwechseln, die vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zertifiziert wurden und ärztlich verschrieben werden können. Der TÜV-Verband rät Anwendern deshalb, die Angaben von Lifestyle-Apps kritisch zu hinterfragen und sie nicht als Ersatz für eine medizinische Diagnose, Beratung oder Behandlung zu sehen. Auch den regelmäßigen Arztbesuch könnten Lifestyle-Apps nicht ersetzen.

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