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Superfood
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Lupinen mitunter giftig und allergen

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat jüngst eine Stellungnahme zur Giftigkeit und potenziell allergisierenden Wirkung von Lupinen veröffentlicht. Die gelben Hülsenfruchtsamen sind in Nahrungsmitteln weit verbreitet.
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 07.10.2025  12:00 Uhr

Lupinen gelten als Superfood, das reichlich Eiweiß liefert und vor allem für all jene Bedeutung hat, die auf Fleisch verzichten. Aus dem Mehl der Samen werden zum Beispiel Eiweißbrote hergestellt, es kann als Ersatz für Eier dienen, wenn man es mit Wasser anrührt. Lupinen finden Verwendung in Form von Flocken, Joghurt, Milch und Kaffee.

Allerdings muss man die pflanzliche Eiweißquelle genauer unter die Lupe nehmen, um Risiken für Verbraucher zu minimieren, denn Lupinen können auch giftige Chinolizidinalkaloide (QA) enthalten und bei einigen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen. Besonders QA-haltig sind die nicht zum Verzehr geeigneten Bitterlupinen. Süßlupinen enthalten weniger davon. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat sich dieser Bewertung erneut gewidmet und zieht folgende Schlüsse: 

  • Essen Menschen Lebensmittel mit Lupinensamen, treten nur in Ausnahmefällen Vergiftungen auf. Weil aber die Symptome einer leichten Vergiftung nur unspezifisch daherkommen, etwa mit Schwindel, Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall, geht das BfR von einer höheren Dunkelziffer aus. Hier gibt es noch weiteren Untersuchungsbedarf.
  • Allergische Reaktionen sind zu berücksichtigen, weil  Lupinen bei Menschen, die bereits eine Allergie haben, Kreuzreaktionen auslösen können. Das betrifft vor allem Menschen mit einer Erdnussallergie.
  • Allergiker und Menschen, die Lupinensamen nicht verzehren möchten, können an der Kennzeichnung auf Etiketten fertiger und loser Lebensmittel orientieren, denn Lupinen müssen deklariert werden.
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