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Brustkrebsvorsorge
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Mammographie auch für Frauen über 70 geplant

Brustkrebsvorsorge kann Leben retten. Bislang zahlen die gesetzlichen Krankenkassen die Röntgenuntersuchung jedoch nur in bestimmten medizinischen Fällen sowie bei 50- bis 69-Jährigen alle zwei Jahre. Das soll sich ändern und auch ältere Frauen einen Anspruch auf die Mammographie haben.
AutorKontaktdpa
Datum 21.08.2023  16:00 Uhr
Mammographie auch für Frauen über 70 geplant

Konkret geht es um Frauen im Alter zwischen 70 und 75 Jahren. Die Altersgrenze solle nach oben ausgeweitet werden, sagte eine Sprecherin des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) der Nachrichtenagentur dpa. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe darüber berichtet.

Damit seien voraussichtlich ab Sommer 2024 zusätzlich 2,5 Millionen Frauen anspruchsberechtigt, sagte Ärztin und G-BA-Mitglied Monika Lelgemann den Funke-Zeitungen. Voraussetzung sei, dass bis dahin die noch fehlende Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz mit einer strahlenschutzrechtlichen Genehmigung vorliege. Der G-BA gestaltet im Auftrag des Gesetzgebers den Leistungsanspruch von gesetzlich Krankenversicherten.

Umstellung dauert, vorher selbst Termin einfordern

Doch eine solche Umstellung ist komplex: Ziel ist, dass die Frauen angeschrieben und eingeladen werden. Ein Terminangebot per Post erhalten Frauen von 70 bis 75 Jahren der Sprecherin zufolge nicht vor 2026. Ein Grund sei die Umstellung von softwaregestützten Prozessen etwa für die Einladung. Zudem müssten für das Screening der Frauen zusätzliches Personal eingestellt und technische Kapazitäten für die Mammographie erweitert werden.

Vorher können Frauen der entsprechenden Altersgruppe selbst einen Termin einfordern. »Ein solcher Termin ist frühestens 22 Monate nach der letzten Mammographie und nach Start der Übergangszeit am 1. Juli 2024 möglich«, erläuterte die G-BA-Sprecherin.

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