Unter apothekenkampagne.de gibt es ab sofort verschiedene Materialien wie Plakate, Aufkleber oder Social‑Media‑Grafiken im Stil der ABDA-Protestkampagne. / © ABDA/PZ
Am 23. März soll bundesweit gegen die geplante Apothekenreform und für ein höheres Honorar protestiert werden. Deutschlandweit sollen Apotheken geschlossen bleiben, nur der Notdienst versorgt die Patientinnen und Patienten. Parallel dazu finden in Berlin, Düsseldorf, München und Hannover zentrale Kundgebungen und Demonstrationen statt.
Für die Teilnahme können Apothekenteams ab sofort unter apothekenkampagne.de verschiedene Materialien wie Plakate, Aufkleber oder Social‑Media‑Grafiken im Stil der ABDA-Protestkampagne »Uns gibt’s nicht zum Nulltarif« herunterladen. Fragen zur Kampagne können zudem an info@apothekenkampagne.de gerichtet werden, wie die ABDA mitgeteilt hat.
Ziel des Protesttages ist es laut ABDA, der Bundesregierung und den Regierungsfraktionen den dringenden Handlungsbedarf deutlich zu machen: Qualität und Versorgungssicherheit gebe es nicht zum Nulltarif. Gefordert wird ein Honorar, das die wirtschaftliche Realität der Apotheken abbildet und ihre Zukunft sichert.
Anders als 2023 scheint sich die Demonstrationsbereitschaft derzeit noch in Grenzen zu halten, wie die Pharmazeutische Zeitung im Austausch mit Apothekenteams erfuhr. Auch die Kampagnenseite apo-protest.de zeigt noch eine moderate Beteiligung. Die Seite ist ein Projekt des Thüringer Apothekerverbands, doch andere Verbände dürfen das Tool ebenfalls nutzen – und einige tun das auch aktiv.
In Thüringen haben sich demnach 70 Apotheken angemeldet, an den Protesten vor Ort teilzunehmen, das entspricht einer Quote von etwa 15 Prozent von den 476 Apotheken des Landes. Zumindest auf der Website sieht es in den anderen Bezirken nach noch weniger Beteiligung aus. Allerdings haben sich auch bei den Aktionen 2023 viele Apotheken erst kurzfristig entschieden oder ihre Teilnahme vorab nicht öffentlich kundgetan.