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Studie
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Mehr Binge-Watching bei Einsamkeit

Viele Menschen verbringen ihre Abende mit Serienmarathons. Doch exzessives sogenanntes Binge-Watching kann problematisch werden und nicht mehr beim Abschalten helfen. Welches Gefühl oft dahinter steckt, haben Forschende untersucht.
AutorKontaktdpa
Datum 05.02.2026  16:00 Uhr
Tiktok und Youtube – mehr Suchtpotenzial?

Tiktok und Youtube – mehr Suchtpotenzial?

Christian Zabel von der Technischen Hochschule Köln, der selbst zu Binge-Watching geforscht hat, hält die Studie aus China methodisch für gut gemacht – und grundsätzlich auch auf die hiesige Bevölkerung übertragbar. Es sei »sicherlich sinnvoll«, zwischen problematischem und unproblematischem Binge-Watching zu unterscheiden, da nicht jeder Fall Suchtpotenzial habe.

»Es ist naheliegend, dass Einsamkeit zu mehr Binge-Watching führt«, sagte Zabel der Nachrichtenagentur dpa – eher als umgekehrt. Allerdings weist der Forscher darauf hin, dass andere Streaming-Formate – etwa Videospiele oder soziale Medien – mutmaßlich noch größeres Suchtpotenzial haben als klassische Serien. Dort sei man noch einmal ganz anderen Reizen ausgesetzt als bei einer TV-Serie, »die sich etwas mehr Zeit nimmt«.

Binge-Watching ist einer Befragung aus dem vergangenen Jahr zufolge in Deutschland vor allem bei Frauen ein beliebter Zeitvertreib. Das geht aus der Bewegtbild-Studie »Screens in Motion 2025« der Zeitschrift »TV Spielfilm« aus dem Burda Verlag hervor. Im Streamingpublikum bingen demnach 44 Prozent der weiblichen Zuschauenden, aber nur 38 Prozent der männlichen. Zusammen ergibt das einen Mittelwert von 41 Prozent, die häufig Binge-Watching betreiben. Weitere 34 Prozent gefällt es zumindest ab und zu, mehrere Folgen zu schauen.

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