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Kinder und Medizin
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Mehr Schutz notwendig

In einer gemeinsamen Presseerklärung fordern die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) und die KKH die Sicherheit für Kinder im Gesundheitswesen als oberste Priorität.
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 08.10.2025  16:00 Uhr

Von Seiten des Gesundheitswesens sehen die Expertinnen und Experten deutliche Defizite. So seien etwa die Ressourcen im Gesundheitssystem ungerecht verteilt, die Krankenhausreform gefährde die Versorgung von Kindern, und Eltern seien zunehmend verunsichert. So fürchte ein Viertel der in einer Forsa-Umfrage befragten Eltern einen Krankenhausaufenthalt ihres Kindes.

Dabei bestehen Ängste vor einer Infektion mit Krankenhauskeimen. Etwa 60 Prozent der Befragten sorge sich vor Komplikationen unter der Narkose und ebensoviele davor, dass erneut Operationen notwendig würden. Es gibt aber auch reichlich Vertrauen: 73 Prozent der Eltern haben das gegenüber den Ärztinnen und Ärzten im Krankenhaus. Sorgen von Eltern könnten schwinden, wenn auf Augenhöhe mit ihnen kommunziert werde, sie gut informiert, Entscheidungen gemeinsam besprochen würden und gegenüber den Kindern eine zum Alter passende Ansprache gewählt werde. 

In der Presseerklärung nennen die Akteure, was helfen könnte und zum Schutz von Kindern im Gesundheitswesen etabliert gehöre. Dazu gehörten etwa standardisierte Checklisten, doppelte Kontrollen bei Medikamentengaben, gewichtsbasiertes Dosieren und pädiatrische Datenbanken in der elektronischen Verordnung. Außerdem müssten sowohl junge Ärztinnen und Ärzte als auch Eltern gegenüber hierarchisch über ihnen stehenden Medizinern Bedenken äußern dürfen, ohne mit negativen Konsequenzen wie Abwiegeln rechnen zu müssen.

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