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Loyalität
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Meine Arbeit ist mehr als ein Job

Wenn Arbeiten mehr ist als pures Geldverdienen, also noch einige weitere Werte hinzukommen, dann fühlen sich Menschen ihren Arbeitgebenden, ihrer Apotheke, ihrem Unternehmen loyal verbunden.
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 07.01.2026  12:00 Uhr

Was heißt das eigentlich genau, »Loyalität«?

Laut Duden und allgemeinem Verständnis versteht man unter diesem Begriff in aller Regel eine Tugend: Loyale Menschen verhalten sich gegenüber einer Person, einer Gruppe oder einem Statt treu, zuverlässig und verbunden, gerade auch dann, wenn es schwierig wird. 

Wie entwickelt sich ein Gefühl der Loyalität?

Wenn Menschen für etwas arbeiten, das sie als sinnvoll oder gar als sinnstiftend empfinden, dann entwickelt sich eher Verbundenheit. Auch die Werte, für die eine Apotheke, aber auch ein größeres Unternehmen steht, spielen eine Rolle. Teilt man sie, dann fühlt man sich einander näher. Wichtig, um Loyalität zu spüren, ist auch, dass Arbeitgebende in der Lage sind, ihren Arbeitnehmenden Wertschätzung und Anerkennung entgegenzubringen. Das Motto »Nicht gemeckert ist genug gelobt« ist da fehl am Platz. Bieten Vorgesetzte ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln, und berücksichtigen sie die speziellen Stärken der einzelnen Menschen, dann spricht auch das für eine hohe Wertschätzung und fördert bei Angestellten das Gefühl, sich mit dem Unternehmen loyal zu fühlen. Dazu gehört auch das Vertrauen, dass »die da oben« das Schiff verantwortungsvoll und richtig lenken. Das steigt auch durch eine transparente Kommunikation. Wenn Menschen Entscheidungen nicht nur vorgesetzt bekommen, sondern verstehen, dass können sie sich viel einfacher dahinter stellen. Dabei stärkt es das Loyalitätsgefühl besonders, wenn sie sich in Entscheidungsprozesse eingebunden fühlen oder zumindest ihre Meinung gehört wird.

Woran erkennt man, ob Mitarbeitende Loyalität verspüren?

Wer sich seinem Unternehmen verbunden fühlt, sieht das Miteinander eher als ein Geben und Nehmen, ist also auch bereit, bei Bedarf mehr zu geben als im Arbeitsvertrag vereinbart. Das heißt, wenn ausnahmsweise (nicht regelhaft) Überstunden anfallen, dann ist es selbstverständlich, sie zu leisten, und nicht darüber zu meckern. Loyale Mitarbeiter zeigen sich überdies engagiert, sie möchten die Apotheke/das Unternehmen voranbringen, sperren sich nicht gegen moderne Entwicklungen und Neuerungen und gehen eher das Risiko ein, ihre Meinung offen zu sagen, weil sie Vertrauen haben, dass man ihre Offenheit schätzt. Loyale Mitarbeitende zeigen Interesse daran, sich weiterzuentwickeln und fühlen sich verantwortlich für ihr Aufgabenfeld und ein wenig auch für die Stimmung unter Kollegen und Kolleginnen. 

Was kann Loyalität vernichten?

Vorgesetzte, die dazu neigen, Mitarbeitende abzuwerten, die eher selten mit ihren Angestellten direkt kommunizieren, die sich bei konstruktiven Vorschlägen eher auf den Schlips getreten fühlen, von denen man über andere Kanäle erfährt, was sie über Angestellte reden oder ihnen unterstellen, werden es schwer haben, Loyalität ihrer Mitarbeitenden zu entwickeln. Auch ein verwirrender Führungsstill, heute supernett, morgen total genervt, unterschiedliche Regeln für verschiedene Mitarbeitende und keinerlei Angebote der Weiterentwicklung, der Herausarbeitung von Stärken Einzelner, um sie möglichst effektiv für das Unternehmen einsetzen zu können, wirken sich negativ aus.

Warum wiegt es so schwer, wenn ein Unternehmen nicht auf die Loyalität seiner Angestellten setzen kann?

Wer nichts tut, um die Loyalität zu fördern, riskiert im großen Stil Umsatzeinbußen. Denn wer sich seinem Unternehmen nicht verbunden fühlt, hemmt Innovationen, das Wachstum von innen heraus, meldet sich womöglich häufiger krank und verhält sich eher destruktiv. Unter Umständen redet er »sein« Unternehmen nach außen hin schlecht, und weil er auch nach innen schlechte Stimmung macht, sorgt er mit für ein schlechtes Betriebsklima, das sich wiederum nachteilig auf die Entwicklung des Unternehmens auswirkt. 

Arbeit ist mehr, als einen Vertrag haben und Geld bekommen – diese Haltung von beiden Seiten nutzt allen im Sinne einer klassischen Win-win-Situation.

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