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Sekundäre Osteoporose
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Menschen mit Diabetes besonders gefährdet

Bei Menschen mit Diabetes brechen die Knochen häufiger als bei stoffwechselgesunden Menschen. Vier wesentliche Gründe gibt es dafür, und das Risiko kann auch dann erhöht sein, wenn die Knochendichtemessung gut ausfällt.
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 09.03.2026  14:00 Uhr

Laut Professor Dr. Walter Fassbender, Zürich, dessen Vortrag auf einer Fortbildungsveranstaltung in der »ÄrzteZeitung« thematisiert wurde, liegen dem höheren Risiko für Knochenbrüche vier wesentliche Mechanismen zugrunde:

  1. Der Knochenumbau ist bei Insulinmangel und bei Insulinresistenz gestört.
  2. Bei hohen Blutzuckerwerten vernetzen sich Kollagenstränge unphysiologisch.
  3. Menschen mit Diabetes haben mehr Sklerotin, ein Glykoprotein, das die Bildung von Knochensubstanz negativ beeinflusst.
  4. Außerdem weist die äußere, extrem harte und dichte Rindenschicht der Knochen bei Diabetikern eine erhöhte Porosität auf.

Weil die Knochendichtemessung bei Verdacht auf eine diabetische Osteoporose oft normal ausfällt, rät Fassbender zu einer Messung des sogenannten trabekulären Knochenscores. Mit ihr lasse sich der Zustand exakter beurteilen. In der Therapie wirken sich Metformin und GLP-1-Agonisten positiv aus, so der Experte. Alendronat oder Risendronat sollten die Situation in den Knochen ebenfalls verbessern können. 

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