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Einweg-E-Zigaretten
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Mit Highspeed in die Sucht

Sie gelten unter jungen Menschen als harmlos im Vergleich zur klassischen Zigarette und locken überdies mit Farben und Aromen: Disposables. Das sind Einweg-E-Zigaretten, die keineswegs harmlos sind. Sie könnten laut einer Studie von der LMU München und dem Bundesamt für Risikobewertung (BfR) sogar schneller in die Sucht führen als alle anderen Zigarettenvarianten.
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 07.07.2025  14:00 Uhr

Um das herauszubekommen, haben die Forschenden bei 18 gelegentlich rauchenden Menschen zwischen 19 und 28 Jahren untersucht, wie sich der Konsum von Einweg-E-Zigaretten im Vergleich zu Pod-basierten E-Zigaretten und herkömmlichen Zigaretten im Hinblick auf das Zugverhalten, auf Herz und Kreislauf, auf die eigene Wahrnehmung und auf die Nikotinkinetik auswirkt. Dabei zeigte sich, dass Nikotin aus Einmal-E-Zigaretten in hoher Menge (beinahe so hoch wie bei herkömmlichen Zigaretten) und mit großer Geschwindigkeit freigesetzt wird. Schneller als bei den anderen Produkten.

Doch gerade die Geschwindigkeit, mit der ein potenzielles Suchtmittel anflutet, sagt etwas aus über die Gefahr, davon abhängig zu werden. Suchtmediziner erklären das damit, dass die schnelle Anflutung den Belohnungsreiz verstärkt. Besonders anfällig hierfür könnten junge Menschen sein, die noch nie geraucht haben. Die Versuchsteilnehmer äußerten sich auch über ihre subjektiven Empfindungen besonders positiv zu den Einmal-E-Zigaretten. Vor diesem Hintergrund, der sich laut Forschenden auch bereits darin zeigt, dass auch im klinischen Alltag die Zahl der jungen Menschen steigt, die abhängig von Einweg-E-Zigaretten sind, fordern sie eine härtere Regulierung von einweg-E-Zigaretten.

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