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Streptococcus anginosus
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Mundkeim fördert Magenkrebs

Dass natürlicherweise im Körper vorkommende Bakterien ausgerechnet dafür sorgen können, dass Krebs entsteht, erscheint widersinnig, trifft aber eine Tatsache. Beispiel aus der jüngeren Forschung ist der Mundkeim Streptococcus anginosus.
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 16.01.2026  12:00 Uhr

Wissenschaftler der Jiao-Tong-Universität in Shanghai bestätigten, dass das Bakterium Streptococcus anginosus, dass im Mundraum sein Dasein fristet, Magenkrebs verursachen kann, wenn es an den falschen Ort gelangt, nämlich in den Verdauungstrakt. Dann fördert es nicht nur Magenschleimhautentzündungen, die, wenn sie chronisch verlaufen, für sich genommen, schon die Krebsgefahr erhöhen, sondern sie setzen auch die Aminosäure Methionin frei. Und diese essenzielle schwefelhaltige Aminosäure erleichtert Tumoren die Energieversorgung und sie wachsen besser.

Außer Helicobacter pylori, schon lange als potenzieller Verursacher von Magenkrebs bekannt, gibt es nun also mindestens noch ein weiteres tumorförderndes Bakterium, und es wird nicht das letzte sein. Die Forschenden hoffen, dass man auf Grundlage der neuen Erkenntnisse anhand von Stuhlproben ein erhöhtes Risiko für Magenkrebs frühzeitig entdecken und womöglich auch präventive Therapien entwickeln kann. 

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