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Perfekte Babynahrung
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Muttermilch schützt auch vor Infektionskrankheiten

Dass Muttermilch positive Auswirkungen auf das Kind hat, ist wissenschaftlich erwiesen. So senkt sie beispielsweise das Risiko für Langzeiterkrankungen wie Adipositas, Asthma oder Neurodermitis. Gestillte Babys sind jedoch auch weniger anfällig für Infektionskrankheiten, die im Winter kursieren, wie das Netzwerk Gesund ins Leben in einer Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erklärt.
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 24.01.2024  16:00 Uhr

Muttermilch enthält neben allen für den Säugling wichtigen Nährstoffen – Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine – viele weitere Inhaltsstoffe, die sich auf vielfältige Weise positiv auf das Immunsystem des Babys auswirken:

  • Humane Oligosaccharide (HMO) fördern das Wachstum nützlicher Darmbakterien. Diese verdrängen Krankheitserreger und stärken Darmbarriere und Immunabwehr.
  • Immunglobulin A kleidet die Darmwand aus und schützt das Neugeborene so vor Infektionen.
  • Immunzellen wie die Leukozyten schützen das Kind im konkreten Krankheitsfall, indem ihre Konzentration in der Muttermilch steigt, wenn Mutter oder Baby erkrankt sind.
  • Darin enthaltene Zytokine wirken außerdem entzündungshemmend und verringern beim Säugling wahrscheinlich die Schwere von Infektionen.

Diese schützen dem Netzwerk Gesund ins Leben zufolge auch vor Infektionskrankheiten, die jährlich in der kalten Jahreszeit im Umlauf sind:

  • Infekte der unteren Atemwege: Stillen kann das Risiko eines Kindes, innerhalb der ersten fünf Lebensjahre an einem Atemwegsinfekt wie zum Beispiel einer akuten Bronchitis zu erkranken, um 32 Prozent senken – unabhängig davon, ob ausschließlich, überwiegend oder auch nur jemals gestillt wird. Das Risiko für eine Krankenhauseinweisung sinke sogar um 57 Prozent.
  • Durchfallerkrankungen: Ein Baby bis 6 Monate, das gestillt wird, hat ein um 63 Prozent geringeres Risiko, an Durchfall zu erkranken, als gleichaltrige, nicht gestillte Babys. Das gilt auch hier für voll-, überwiegend oder jemals gestillte Säuglinge.
  • Akute Mittelohrentzündung: Kinder im Alter bis 24 Monate, die sechs Monate lang ausschließlich gestillt wurden, haben ein um 43 Prozent geringeres Risiko, an einer akuten Mittelohrentzündung zu erkranken als nicht gestillte Kinder im gleichen Alter.

Milch nicht gleich Milch

Die Zusammensetzung der Muttermilch verändert sich während der Stillzeit – sie passt sich der Entwicklung des Babys an. Besonders hoch konzentriert sind die Immunstoffe dem Netzwerk Gesund ins Leben zufolge in der gelblichen Vor- oder Frühmilch, dem Kolostrum, das während der ersten vier bis fünf Tage nach der Geburt kommt. Studien sprächen von einer Art »Immun-Shot«, der die Abwehrkräfte des Kindes schon bei einer relativ geringen Trinkmenge stärke, selbst wenn danach nicht weiter gestillt werde.

In dieser Zusammensetzung sei Muttermilch unnachahmlich. »Viele ihrer bioaktiven Bestandteile fehlen in den Industrieprodukten oder sind in anderer Qualität enthalten. Besonders aber passt nur Muttermilch sich den individuellen Bedürfnissen des Säuglings an, ändert kontinuierlich ihre Zusammensetzung und reagiert auf den Gesundheitszustand von Mutter und Kind.« Stillen wirke bei Kindern wie ein natürlicher Immunbooster, wodurch sich möglicherweise der ein oder andere Arztbesuch vermeiden lasse.

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