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Kälte statt Kopf in den Nacken
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Nasenbluten schnell im Griff 

Für alle, die Blut nur schlecht sehen können, ist diese Situation ein Alptraum: Auf einmal läuft es knallrot aus der eigenen Nase oder der des Nachwuchses. Wie bekommt man Nasenbluten schnell und gut in den Griff? Und wann heißt es »ab zum Arzt«?
AutorKontaktdpa
Datum 06.10.2025  14:00 Uhr

Bei Nasenbluten ist für so manchen der erste Impuls: den Kopf in den Nacken legen. Schließlich bleibt das Blut so im Körper und tropft nicht mehr auf Kleidung und Co. Eine gute Idee ist das aber nicht, wie der Allgemeinmediziner Dr. Thomas Günther in der Zeitschrift »Hausarzt« (Ausgabe 2025/IV) warnt: »Dies kann dazu führen, dass Blut in den Magen gelangt und es zu Erbrechen kommt.«

Bessere Maßnahmen bei Nasenbluten – anstatt Kopf in den Nacken:

  • Kälte im Nacken: Nehmen kann man dafür ein in ein Handtuch gewickeltes Kühlpack oder einen Waschlappen, der zuvor mit kaltem Wasser getränkt wurde. Laut dem Informationsportal »Das HNO-Wartezimmer« löst der Kältereiz im Nacken einen Reflex aus, durch den sich die Blutgefäße in der Nase zusammenziehen.
  • Nasenflügel zusammenpressen: Auch bei Blutungen in der Nase gilt: Druck hilft dabei, sie zu stillen. Dafür beugt man den Kopf im Sitzen leicht nach vorn und drückt die Nasenflügel mit Daumen und Zeigefinger für rund zehn Minuten zusammen. Atmen sollte man in dieser Zeit durch den Mund.

Wichtig: Nach dem Nasenbluten bildet sich an der Nasenschleimhaut eine Kruste. So verlockend es auch sein mag: Pulen, popeln und kräftiges Schnäuzen sind erst einmal tabu – sonst blutet es wieder.

Wann mit Nasenbluten zum Arzt?

Nasenbluten tritt auf, wenn die feinen Gefäße in der stark durchbluteten Nasenschleimhaut verletzt werden, so der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte, und das kann unterschiedliche Ursachen haben, etwa festes Schnäuzen, Fremdkörper oder äußere Einwirkungen. Die meisten Blutungen entstehen im vorderen Teil der Nase, dort seien sie fast immer harmlos.

Lieber ärztlich abklären lassen sollte man Nasenbluten, wenn es länger als 20 Minuten anhält oder regelmäßig auftritt. Auch wenn es sich vor allem im hinteren Teil der Nase abspielt, das Blut also vor allem den Rachen herunterläuft, ist ein Arztbesuch sinnvoll. Häufiges Nasenbluten kann mitunter als Nebenwirkung einer blutverdünnenden Arzneimitteltherapie auftreten.

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