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Hirnstudie
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Naturbilder können Schmerzen lindern

Natur kann der Gesundheit guttun - das ist bekannt. Doch schon der Anblick solcher Bilder lindert Schmerzen, wie eine Hirnstudie zeigt. Und dabei handelt es sich nicht um einen Placebo-Effekt.
AutorKontaktdpa
Datum 19.03.2025  10:00 Uhr

Mechanismus nicht wie bei Placebo

»Anders als etwa bei Schmerzreduktion durch Placebos, die in der Regel unsere emotionale Reaktion auf den Schmerz verändern, führte das Betrachten der Natur dazu, dass die frühen, körperbezogenen Signale vom Gehirn anders verarbeitet wurden«, erklärte Steininger. Der Effekt scheine weniger mit den Erwartungen und Emotionen der Teilnehmer zu tun zu haben, sondern mehr mit Veränderungen der zugrundeliegenden Schmerzsignale. »Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die schmerzlindernde Wirkung der Natur tatsächlich vorhanden ist, obwohl die von uns festgestellte Wirkung nur etwa halb so stark war wie die von Schmerzmitteln«, sagte er.

Die Forscher heben hervor, dass sich die schmerzlindernden Effekte ohne einen tatsächlichen Aufenthalt in der Natur gezeigt hätten, nämlich allein beim Anblick der Videos. »Das eröffnet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten im privaten und medizinischen Bereich und bietet Menschen eine einfache und zugängliche Möglichkeit, ihre Schmerzen zu lindern«, betont Forschungsleiter Claus Lamm.

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