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Nebenwirkungen von Kosmetik – an wen melden?

Nach dem Auftragen der Creme brennt und juckt es, die Haut ist rot – an wen können Betroffene sich wenden, wenn es um Kosmetik geht? Klar ist, es gibt verschiedene Wege – ganz neu ist aber die Möglichkeit, Nebenwirkungen online zu melden.
AutorKontaktJuliane Brüggen
Datum 29.05.2024  12:30 Uhr

Cremes, Salben und andere Kosmetika können – wie Arzneimittel auch – unerwünschte Wirkungen haben. Das zeigt sich oft an lokalen Reaktionen wie Brennen, Juckreiz, Rötung oder Hautausschlag, die meist an den Stellen auftreten, an denen die Zubereitung aufgetragen wurde. Aber auch ernste unerwünschte Wirkungen, die das Leben der Betroffenen in höherem Maße beeinträchtigen, sind möglich. Beispiele sind angeschwollene Hände, die eine Krankschreibung erforderlich machen, oder ein anaphylaktischer Schock.

Hinter den Reaktionen des Körpers stecken oft Allergien, zum Beispiel ausgelöst von den enthaltenen Duftstoffen, Haarfarben oder Konservierungsstoffen. Auch Hautreizungen oder Unverträglichkeiten können ursächlich sein.

Unerwünschte Reaktionen melden

Ist es zu einer unerwünschten Hautreaktion oder einem Gesundheitsschaden gekommen, sollte dies gemeldet werden. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) empfiehlt, den Verdacht bei einem Arzt abklären zu lassen – auch dieser kann die Meldung vornehmen, ebenso wie das Apothekenpersonal.

Das BVL bietet eine Checkliste an, an der sich die meldende Person orientieren kann. So werden keine wichtigen Angaben vergessen. Grundsätzlich gibt es folgende Anlaufstellen für die Meldung von unerwünschten Wirkungen bei Kosmetika:

Neu ist die Möglichkeit für Verbraucher, aber auch für Fachpersonal, die Nebenwirkung von Kosmetika direkt online zu melden. Das geht über ein Online-Formular im Bundesportal unter www.verwaltung.bund.de.

Die Informationen sind sowohl für die Hersteller als auch für die zuständigen Behörden wichtig, um Probleme zu erkennen und erforderliche Maßnahmen zu ergreifen. Firmen müssen eventuelle unerwünschte Wirkungen eines Produkts dokumentieren und ernste Fälle an die zuständige Behörde melden. Relevante Daten werden außerdem anonymisiert in einer europäischen Datenbank zusammengetragen, um ähnliche Fälle schnell zu identifizieren.

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