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Einigung von Adexa und ADA
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Neuer Tarifvertrag gilt ab sofort

Für Apothekenangestellte im Tarifbereich des ADA gibt es einen neuen Tarifvertrag. Darauf haben sich die beiden Parteien, der Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) und die Apothekengewerkschaft Adexa, geeinigt.
AutorKontaktPZ
AutorKontaktPTA-Forum
Datum 15.07.2024  16:30 Uhr

Wie die beiden Tarifpartner heute gemeinsam mitteilten, haben sie sich zum 1. Juli 2024 auf folgende Gehaltserhöhungen verständigt:

  • Mitarbeitende aller Berufsgruppen in der jeweils ersten Berufsjahresgruppe erhalten 150 Euro mehr als Sockelbetrag. Bei allen anderen Berufsjahresgruppen sind es 100 Euro mehr als Sockelbetrag.
  • Die Ausbildungsvergütung von Pharmazeutinnen und Pharmazeuten im Praktikum steigt von derzeit 1040 Euro auf 1100 Euro pro Monat.
  • PTA-Praktikantinnen und -Praktikanten erhalten statt 793 Euro künftig 850 Euro pro Monat.
  • Bei Auszubildenden zur/zum Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten erhöht sich die Vergütung von 793 Euro auf 850 Euro (1. Ausbildungsjahr), von 850 Euro auf 900 Euro (2. Ausbildungsjahr) bzw. von 906 Euro auf 950 Euro (3. Ausbildungsjahr).
  • Des Weiteren wurde vereinbart, dass Apothekenangestellte aller Berufsgruppen ab dem 1. Januar 2026 ein Gehaltsplus von 3 Prozent erhalten.

Ab dem 1. August 2024 sinkt die Wochenarbeitszeit von derzeit 40 auf 39 Stunden. Der Urlaubsanspruch steigt von 34 Tagen auf nunmehr 35 Tage pro Jahr. Mitarbeitende mit mehr als vierjähriger Betriebszugehörigkeit erhalten einen zusätzlichen Tag; bislang war das nach 5-jähriger ununterbrochener Betriebszugehörigkeit der Fall. Der erhöhte Urlaubsanspruch gilt bereits für 2024.

Der neue Tarifvertrag gilt für alle Apothekenangestellten, die nach dem bundesweiten Tarifvertrag des ADA vergütet werden. Die Kammerbezirke Nordrhein und Sachsen haben eigene Regelungen. 

Schwierige Verhandlungen

Die Verhandlungen hatten sich schwierig dargestellt. »Unsere Verhandlungen waren geprägt von möglichen Umwälzungen im Apothekenbereich durch das geplante, aber bislang nicht verabschiedete Reformgesetz«, sagt Tanja Kratt, Adexa-Bundesvorstand und Leiterin der Adexa-Tarifkommission. »Trotz dieser Unsicherheiten war es uns wichtig, die angestiegenen Lebenshaltungskosten weitgehend abzufangen.«

Der ADA-Vorsitzende Thomas Rochell ergänzt: »Arbeitsplätze in öffentlichen Apotheken müssen in Zeiten des sich zuspitzenden Fachkräftemangels attraktiver werden. Auch wenn die Politik dazu keinen Beitrag in Form einer Honorarerhöhung für die öffentliche Apotheke leisten will, sind wir zum Schutz der Bevölkerung in der Pflicht, eine ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung sicherzustellen. Hierfür benötigen wir motivierte Mitarbeitende. Dafür leisten die Tarifabschlüsse einen wichtigen Beitrag.«

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