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Oropouche-Virus
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Neues Infektionsrisiko für Europa?

Unter bestimmten Bedingungen kann die invasive Asiatische Tigermücke das tropische Oropouche-Virus (OROV) übertragen, meldete jetzt das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin. Ergibt sich daraus ein erhöhtes Infektionsrisiko für Südeuropa?
AutorKontaktUlrich Enzel
Datum 04.08.2025  14:00 Uhr

Was ist Oropouche-Fieber?

Das seit den 1950er-Jahren beschriebene Oropouche-Virus (OROV) - benannt nach dem Oropouche-River auf Trinidad – ist ein RNA-Virus, das zur selben Spezies (Peribunyaviridae) gehört, wie das Iquitos-, das Madre-de-Dios- und das Pintupo-Virus. Bisher galt als einziger Überträger die Stechmücke/Gnitze Culidos paraensis, daher auch die Zuordnung zur Gruppe der Arboviren, die von Mücken oder Zecken übertragen werden. Wildsäuger wie Faultiere, Vögel, neuerdings auch der Mensch dienen als Virusreservoir.

Das Oropouche-Fieber verläuft zumeist ohne Komplikationen. Nach einer Inkubationszeit von 3 bis 10 Tagen treten über 2 bis 7 Tage unspezifische Symptome auf, wie Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, selten auch ein Exanthem. Komplikationen wie eine ZNS-Beteiligung, zumeist als Meningitis oder ein erneutes Auftreten der Symptome nach Wochen, und erstmals 2024 beschriebene Todesfälle sind sehr selten zu befürchten.

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