Die Postexpositionsnprophylaxe geht über fünf Tage. Dazu werden am ersten Tag einmal drei Tabletten eingenommen, an den Tagen 2 bis 5 dann jeweils nur noch eine Tablette. (Symbolbild) / © Adobe Stock/Daisy Daisy
Ensitrelvir hemmt gezielt die Replikation von SARS-CoV-2 – genauso wie Nirmatrelvir, das in Paxlovid™ enthalten ist. Doch anders als Nirmatrelvir arbeitet Ensitrelvir auch ohne Ritonavir-Booster. Auch das Anwendungsgebiet ist ein anderes: Paxlovid ist für die Covid-19-Behandlung zugelassen, Zokovea für die Postexpositionsprophylaxe. Das Mittel darf ab einem Alter von 12 Jahren gegeben werden. Für Schwangere und Stillende ist es nicht geeignet.
Die Therapie mit Ensitrelvir sollte so bald wie möglich und innerhalb von 72 Stunden nach engem Kontakt mit einer Corona-infizierten Person beginnen. Dazu werden am ersten Tag einmal drei Tabletten (375 mg) eingenommen, an den Tagen 2 bis 5 dann jeweils eine Tablette (125 mg). Die häufigsten beobachteten Nebenwirkungen sind Hypertriglyzeridämie, Kopfschmerzen, Diarrhö und Übelkeit.
Bislang ist Ensitrelvir in Japan und den USA unter dem Namen Xocova® auf dem Markt. In Japan ist das Arzneimittel sowohl zur Behandlung von Covid-19 als auch zur Postexpositionsprophylaxe zugelassen.