| Caroline Wendt |
| 05.10.2026 16:00 Uhr |
Eine Präeklampsie ist eine ernstzunehmende Schwangerschaftskomplikation und kann an den Nieren bleibende Schäden verursachen. / © Getty Images/Tetra images
Eine Präeklampsie ist eine Schwangerschaftskomplikation, von der etwa zwei bis fünf Prozent der Schwangeren betroffen sind. Sie beginnt in der Regel nach der 20. Schwangerschaftswoche und geht mit Bluthochdruck einher. Auch andere Organe wie Nieren, Leber, Nervensystem, Blutgerinnung oder Plazenta können betroffen sein. »Die Nieren können bei einer Präeklampsie bleibende Einschränkungen erleiden«, sagt Professorin Dr. Sylvia Stracke, Pressesprecherin der DGfN und Leiterin Nephrologie, Dialyse und Hochdruckkrankheiten an der Universitätsmedizin Greifswald. Betroffene Frauen haben langfristig ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie chronische Nierenerkrankungen.
Die Experten empfehlen daher Kontrolluntersuchungen der Nierenfunktion nach sechs Wochen, sechs und zwölf Monaten sowie anschließend jährlich. Das gelte auch dann, wenn sich der Blutdruck wieder normalisiert habe und sich die Patientin gesund fühle. Eine beeinträchtigte Nierenfunktion verursache lange Zeit keine Beschwerden, so die Medizinerin.
Zudem sei es wichtig, dass die Patientinnen auch selbst auf ihre Nierengesundheit achten. »Dazu gehören regelmäßige Bewegung, ein gesundes Körpergewicht, Rauchverzicht und eine gute Blutdruckkontrolle«, so Stracke. Auch nierenschädigende Medikamente wie Ibuprofen oder Diclofenac sollten insbesondere bei häufiger Einnahme nicht unkritisch verwendet werden.