| Katja Egermeier |
| 06.02.2026 10:00 Uhr |
Im Winter reagiert die Haut meist empfindlicher und entwickelt schneller juckende oder gerötete Ausschläge. / © Adobe Stock/Maria Fuchs
Zu den ernsthafteren Hauterkrankungen zählen etwa Neurodermitis, Kontaktdermatitis, Psoriasis oder Rosazea. Darauf weist die Barmer Krankenkasse in einer aktuellen Mitteilung hin. Gemeinsam ist diesen Erkrankungen, dass die Beschwerden – etwa starker Juckreiz, nässende Stellen, Krusten oder schmerzhafte Risse – wiederholt auftreten, länger anhalten oder sich immer weiter verschlimmern. »Ein wichtiges Warnsignal ist, wenn Betroffene immer wieder an denselben Hautstellen Probleme entwickeln oder sich der Ausschlag trotz Pflege nicht bessert«, erklärt Dr. Utta Petzold, Dermatologin der Barmer.
Auch harmlose Hautausschläge können deutlich jucken oder brennen und zu trockenen, schuppigen oder schmerzenden Stellen führen. Typische Auslöser sind kalte Temperaturen, trockene Heizungsluft, bestimmte Pflegeprodukte und Waschmittel – aber auch Infekte und Stress. Der Unterschied zu den ernsthaften Hauterkrankungen: Die Reaktionen sind meist zeitlich begrenzt, lassen sich durch die richtige Pflege verbessern oder verschwinden von selbst, sobald der Auslöser nicht mehr vorhanden ist. »Die Haut ist unser größtes Schutzorgan und reagiert sehr sensibel auf Veränderungen ihrer Umgebung. Vor allem im Winter verliert sie viel Feuchtigkeit und ihre Barrierefunktion wird geschwächt«, so Petzold.
Ein besonders häufiges Problem bei Kälte und trockener Luft ist laut Petzold die atopische Dermatitis, auch Neurodermitis genannt. Sie gilt hierzulande als häufigste chronische Hauterkrankung. Ein deutlicher Hinweis seien ein sehr trockener Hautzustand und quälender Juckreiz, meist an Armbeugen und Knien, sowie ein schubweiser Verlauf – häufig aufgrund einer genetischen Disposition. »Wenn Neurodermitis, Asthma oder Heuschnupfen in der Familie vorkommen, steigt das Risiko deutlich.«
Weitere Hauterkrankungen neben der Neurodermitis, die sich zunächst wie ein harmloser Hautausschlag anfühlen können, sind:
Bei den folgenden Warnzeichen sollte laut Petzold eine ärztliche Abklärung stattfinden:
Besondere Vorsicht und eine möglichst frühzeitige Abklärung ist Petzold zufolge bei Kindern und Säuglingen geboten.