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Psychische Gesundheit
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Ohne Pillenpause besser drauf

Immer in der Pillenpause geht die Stimmung in den Keller? So geht es offenbar vielen Frauen, wenn sie mit der Einnahme der Antibaby-Pille aussetzen. Die dauerhafte Anwendung der Hormone könnte Abhilfe schaffen.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 20.10.2023  08:51 Uhr

Forscher der Universität Salzburg haben untersucht, wie es um die psychische Befindlichkeit von Frauen während der Pillenpause im Vergleich zu den Phasen der Pilleneinnahme bestellt ist. In die Studie eingeschlossen waren 181 Frauen im Alter von 18 bis 35 Jahren, die mindestens ein halbes Jahr lang kombinierte orale Kontrazeptiva (androgene KOK oder antiandrogene KOK) oder keine Antibabypille einnahmen. Die Frauen wurden zweimal innerhalb eines Monats nach psychischen Symptomen befragt: Einmal während der Pilleneinnahme beziehungsweise der Lutealphase und einmal während der Pillenpause beziehungsweise während der Blutung.

Dabei zeigte sich in der Pillenpause, unabhängig von der Art der Pille, ein Anstieg der negativen Affekte um 12,67 Prozent, von Ängstlichkeit um 7,42 Prozent und von psychischen Symptomen um 23,61 Prozent. Die Stimmungsschwankungen waren jenen bei Frauen mit natürlichem Zyklus vergleichbar. Bei Frauen, die stärker zu Depressionen neigen, war die Stimmungsverschlechterung besonders ausgeprägt. Die Forscher stellen den Nutzen der Pillenpause im Hinblick auf die psychische Gesundheit infrage und vermuten, dass Frauen bei kontinuierlicher Einnahme von der stimmungsstabilisierenden Wirkung profitieren können. / 

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