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Nomophobie
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Ohne Smartphone in Panik

Das Handy vergessen oder der Akku ist leer? Wer in dieser Situation panisch reagiert, hat es womöglich mit Nomophobie zu tun. Die Angst, nicht kommunizieren zu können, ist in Deutschland weit verbreitet, wie eine aktuelle Studie zeigt.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 23.03.2023  08:00 Uhr

Die meisten Handynutzer haben wohl ein mulmiges Gefühl, wenn sie nicht jederzeit kommunizieren können und erreichbar sind. Doch manche reagieren in dieser Situation deutlich heftiger: Der Schweiß bricht aus, die Hände zittern, das Herz rast. Der Begriff Nomophobie (NO MObile PHOne phoBIE) für dieses Phänomen tauchte erstmals 2008 in einer britischen Studie auf, die Ängste von Handynutzern untersuchte.

Die Angststörung ist offiziell nicht als Krankheit anerkannt. Doch eine Untersuchung der privaten Hochschule Göttingen, lässt auch in Deutschland ein erhebliches Ausmaß erahnen: Fast die Hälfte der 807 Teilnehmer im Durchschnittsalter von 25 Jahren (49,4 %) wies ein mittleres Maß an Nomophobie auf. Eine schwere Angststörung zeigte sich bei 4,1 Prozent der Handynutzer. Ein ähnliches Phänomen ist »Fear of Missing Out« (FoMo), die Angst, etwas zu verpassen, die sich vor allem auf die sozialen Medien bezieht. Bei der Handysucht wiederum besteht ein kaum kontrollierbares Verlangen, ständig das Mobiltelefon zu nutzen. Tipps für einen gesunden Umgang mit dem Handy gibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter www.ins-netz-gehen.de.

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