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Alterungsprozess
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Omega-3-Fettsäuren als Jungbrunnen?

Eine Studie lässt vermuten, dass Omega-3-Fettsäuren, die unter anderem in Fisch- und Algenölen vorkommen, den Alterungsprozess des Körpers beeinflussen – sie scheinen die DNA vor Veränderungen zu schützen.
AutorKontaktaponet.de
Datum 06.02.2025  11:00 Uhr

Die tägliche Einnahme von einem Gramm Omega-3-Fettsäuren könnte die biologische Alterung um bis zu vier Monate verlangsamen. Dies zeigt eine Analyse klinischer Daten von 777 älteren Erwachsenen in der Schweiz durch eine internationale Forschergruppe, darunter Wissenschaftler der Harvard University und der Universität Zürich.

Die Omega-3-Fettsäuren scheinen die Erbsubstanz DNS vor Veränderungen zu schützen, die gemeinhin mit zunehmendem Alter und abhängig vom Lebensstil auftreten. Diese Veränderungen werden in der Wissenschaft als »biologische Uhr« eingesetzt. Weniger solcher Veränderungen an der Erbsubstanz könnten bedeuten, dass Menschen biologisch jünger bleiben.

Dreifachkombi mit dem größten Effekt

Während der dreijährigen Studie wurden acht verschiedene Behandlungskombinationen getestet: Die Teilnehmer nahmen täglich 2.000 Internationale Einheiten Vitamin D und/oder 1 Gramm Omega-3-Fettsäuren (aus Algen) ein und/oder absolvierten dreimal pro Woche ein 30-minütiges Krafttraining zu Hause. Wer diese drei Maßnahmen kombinierte, profitierte von noch größeren Anti-Aging-Effekten.

Eine frühere Auswertung dieser Studie hatte bereits gezeigt, dass diese drei Faktoren zusammen auch den größten Einfluss auf die Senkung des Krebsrisikos und die Verhinderung vorzeitiger Gebrechlichkeit hatten, so die Studienleiterin Heike Bischoff-Ferrari. Sie ist Professorin für Geriatrie und Altersmedizin an der Universität Zürich. Jede dieser Maßnahmen wirke ihr zufolge über unterschiedliche Mechanismen, die sich ergänzen und in Kombination einen verstärkten Gesamteffekt ergeben.

Forschung auf dem neuesten Stand

Gleichzeitig macht das Forschungsteam auf die Grenzen der Studie aufmerksam. »Für die Messung des biologischen Alters gibt es keinen allgemein anerkannten Goldstandard«, erklärt Bischoff-Ferrari. Sie hätten jedoch die derzeit am besten erforschten körpereigenen »Uhren« analysiert, die den neuesten Stand der Technik widerspiegelten.

Omega-3-Fettsäuren sind hauptsächlich in fettem Seefisch wie Lachs, Makrele und Hering enthalten. Für diejenigen, die keinen Fisch essen, ist Algenöl eine Alternative. Pflanzliche Omega-3-Quellen sind beispielsweise Leinöl, Rapsöl oder Walnüsse.

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