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Wiederentdeckt
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Palmkohl – das unterschätzte Power-Gemüse 

Der besonders in Italien beliebte Palmkohl ist eine Variante des Grünkohls – wahrscheinlich seine Urform. Dabei schmeckt er deutlich milder, ist aber ebenso reich an Nährstoffen. Im Spätsommer beginnt die Erntezeit.
AutorKontaktAndrea Pütz
Datum 15.01.2026  17:00 Uhr

Reich an Carotinoiden

Schon die Römer und Griechen schätzten Palmkohl nicht nur aufgrund seines Geschmacks, sondern auch aufgrund seiner Inhaltsstoffe und deren positiver Effekte auf die Gesundheit. Mit 100 mg Vitamin C pro 100 g (doppelt so viel wie in Orangen) kann man Schwarzkohl als immunstärkend bezeichnen. Daneben stecken reichlich energiebringende B-Vitamine, Vitamin K und Mineralstoffe wie Calcium, Kalium, Magnesium und Eisen in den Blättern. Diese Mikronährstoffe sind unter anderem wichtig für das Immunsystem, die Knochengesundheit und die Muskelfunktion.

Palmkohl ist ebenfalls reich an antioxidativ wirkenden Carotinoiden wie Betacarotin und Flavonoiden. Diese stärken die Abwehrkräfte gegen freie Radikale und senken so das Risiko für chronische Entzündungen und Erkrankungen.

Die beiden im Palmkohl enthaltenen Carotinoide Lutein und Zeaxanthin sind vor allem in der Makula lutea, dem sogenannten Gelben Fleck, in der Makula des Auges enthalten. Sie schützen auch vor altersbedingter Makuladegeneration (AMD) und stärken die Sehkraft. Die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren schützen ebenfalls die Augen sowie Herz, Gehirn und Gelenke. Wie auch andere Kohlsorten liefert Palmkohl Senföle, denen vor allem antibiotische Effekte nachgesagt werden.

Gleichzeitig fördert der Verzehr des toskanischen Kohls aufgrund seines hohen Ballaststoffgehaltes die Verdauung und reguliert den Blutzuckerspiegel. Bei figurfreundlicher Zubereitung kann dies zu einem gesunden Gewicht beitragen. Lediglich Patienten mit einer Blutgerinnungsstörung sollten einen exzessiven Verzehr dunkelgrüner Kohlsorten aufgrund ihres hohen Vitamin-K-Gehaltes meiden.

Schonend zubereitet

Palmkohl passt hervorragend zu Pasta, in Suppen, Eintöpfe, Quiches, Salate und Smoothies oder einfach als Gemüsebeilage. Nach dem Einkauf im Bauernladen oder Wochenmarkt hält sich der Kohl einige Tage im Kühlschrank.

Um die maximale Ausbeute an Vitalstoffen zu erhalten, sollten die Blätter lediglich kurz (circa drei bis fünf Minuten) blanchiert, gedünstet oder dampfgegart werden. So können die Blätter übrigens auch eingefroren werden. Die etwas zähen Mittelstränge sollten dabei vorher entfernt werden. Kleine, zarte Blätter können im Ganzen verwendet werden. Anschließend können die Blätter beispielsweise in schmale Streifen geschnitten und weiterverarbeitet werden.

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