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Mehr als Zittern
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Parkinson – Symptome, Ursachen und frühe Anzeichen

Bei Morbus Parkinson denken viele an Hände, die kaum ein Wasserglas halten können. Dabei hat die Erkrankung viele Gesichter. Was sind die Ursachen, erste Anzeichen und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
AutorKontaktdpa
Datum 11.04.2026  11:00 Uhr

Einen Reißverschluss schließen oder ein Stück Fleisch schneiden: Solche Alltags-Handgriffe fallen mit einer Parkinson-Erkrankung oft deutlich schwerer. Betroffene erleben immer wieder, dass Hände, Arme und Beine nicht so wollen, wie sie selbst.

Rund 400.000 Menschen sind nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen in Deutschland von der Erkrankung betroffen. Die meisten sind zum Zeitpunkt der Diagnose über 60 Jahre alt, aber auch Jüngere können an Parkinson erkranken.

Auch wenn Parkinson bislang nicht heilbar ist: Mit Medikamenten und Bewegungstherapien lässt sich die Erkrankung oft gut bewältigen. 7 Fakten dazu im Überblick:

Fakt 1: Ursachen von Parkinson 

Morbus Parkinson ist eine chronische Erkrankung des Gehirns. »Hierbei verklumpt das körpereigene Eiweiß Alpha-Synuclein im Mittelhirn«, sagt der Neurologe Professor Andrés Ceballos-Baumann, Chefarzt der Parkinson Fachklinik an der Schön Klinik in München-Schwabing.

Durch diese Verklumpungen funktionieren Zellen im Gehirn nicht mehr richtig und sterben letztendlich ab. Mit Auswirkungen: Der Körper bildet weniger Dopamin. Fehlt dieser wichtig Botenstoff, sind Bewegungen nicht mehr so möglich, wie man es bislang kannte. Sie sind dann schlechter steuerbar.

Warum es zu einer Parkinson-Erkrankung kommt, ist bislang nicht vollständig erforscht. »Es gibt aber Hinweise darauf, dass neben dem Alter auch andere Erkrankungen, Genetik und Umwelteinflüsse eine Rolle spielen könnten«, so Brit Mollenhauer, dritte Vorsitzende im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen.

Fakt 2: Symptome bei Parkinson

Der Mangel an Dopamin kann zu zitternden Händen im Ruhezustand führen, Tremor nennt sich das. Weitere mögliche Auswirkungen sind:

  • Muskelsteifheit (Rigor)
  • verlangsamte Bewegungen (Bradykinese)
  • kleiner werdende Bewegungen (Akinese)
  • instabile Körperhaltung

»Die Erkrankung geht teilweise auch mit sogenannten Freezing-Momenten einher, wobei mit Freezing das Einfrieren von Bewegungen gemeint ist«, sagt Brit Mollenhauer. Beispielsweise erstarrt der Körper, wenn die Ampel auf Grün schaltet und man schnell losgehen möchte. Eine Parkinson-Erkrankung kann aber auch Symptome abseits von Bewegungsstörungen haben, etwa:

  • Schwierigkeiten beim Sprechen und Schlucken
  • Riechstörungen
  • Verdauungsprobleme
  • Schlafstörungen
  • Depressionen
  • geistige Beeinträchtigungen bis hin zur Demenz
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