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Neue Leitlinie
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Phytos gewinnen bei Blasenentzündung an Bedeutung

Eher pflanzliche Arzneimittel und Analgetika, bevor Antibiotika zum Einsatz kommen: Die überarbeitete S3-Leitlinie zu unkomplizierten Harnwegsinfekten gibt den Antibiotika-Alternativen mehr Gewicht – und stärkt damit die Beratungskompetenz des Apothekenteams in der Offizin.
AutorKontaktElke Wolf
Datum 18.12.2024  08:30 Uhr

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Weil Diagnose und Therapie bei älteren Menschen erschwert sind, werden sie in der Leitlinie als eigene Patientengruppe geführt. So soll die Diagnose eines Harnwegsinfekts bei geriatrischen Patienten nicht allein auf Basis eines positiven Teststreifens gestellt werden. Neben typischen Symptomen sowie mikrobiologischen und laborchemischen Befunden sollen auch untypische Symptome, eine veränderte Vigilanz und die Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme berücksichtigt werden. Zudem ließen sich häufig Bakterien im Harn nachweisen, ohne dass Symptome auftreten oder dies klinisch relevant wäre.

»Eine akute unkomplizierte Zystitis kann bei geriatrischen Patienten in gleicher Weise (Auswahl des Antibiotikums und Therapiedauer) behandelt werden wie Harninfektionen bei anderen Patientengruppen, wenn keine weiteren komplizierten Aspekte hinzukommen«, empfehlen die Leitlinienautoren. Für eine antibiotische Langzeitprophylaxe bei geriatrischen Frauen können Trimethoprim mit und ohne Sulfamethoxazol oder Nitrofurantoin in niedriger Dosis eingesetzt werden, sofern die Kontraindikationen gemäß der Priscus-Liste 2.0 berücksichtigt werden und die Medikation regelmäßig hinsichtlich Nebenwirkungen überprüft wird.

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