Bei einem Pricktest bekommt ein Allergiker standardisierte Allergenlösungen auf die Innenseite des Unterarms getropft, dann wird die Hautstelle mit einer feinen Nadel vorsichtig eingestochen. Anschließend wird beobachtet, ob eine Hautreaktion auftritt. / © Getty Images/DusanManic
»Wir haben keine diagnostischen Möglichkeiten, die Allergene von invasiven Arten per Prick- oder Bluttests nachzuweisen. Die gängigen Pricktest-Lösungen in Deutschland erfassen diese Neophyten nicht. Chinesische Testlösungen dürfen zum Beispiel nicht in die EU importiert werden«, sagte Professor Dr. Torsten Zuberbier, Direktor des Instituts für Allergieforschung an der Charité, bei einer Presseveranstaltung des Unternehmens Opella. »Die europäische Gesetzgebung erschwert gewissermaßen das Prozedere, weil jede Allergen-Lösung, die in den Tests verwendet wird, als Arzneimittel zugelassen sein muss.«
Neben Ambrosia – das sich in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren über weite Teile Deutschlands laut Modellrechnungen ausgebreitet haben wird – sieht der Allergologe vor allem den chinesischen Götterbaum als potenziellen Verursacher allergischer Beschwerden. In China gehört der Götterbaum zu den häufigsten Atemwegsallergenen. Hierzulande darf er deshalb aufgrund eines EU-Erlasses nicht mehr angebaut werden. Aufgrund seiner hohen Widerstandsfähigkeit breitet er sich dennoch rasant aus.