Der Fachkräftemangel in Apotheken hat laut Adexa auch mit den vergleichsweise geringen Einkommen zu tun. / © Adobe Stock/Stockfotos-MG
Damit zählten die beiden Berufsgruppen zwar zu denjenigen, die eine hohe Verantwortung trügen und hoch qualifiziert seien, dies drücke sich jedoch nicht im Verdienst aus. Die Adexa nennt Zahlen: Lag der deutschlandweite Verdienst einer Vollzeitkraft in Deutschland im Schnitt bei 4.125 Euro brutto monatlich im April 2025, so erhielten PTA im ersten und zweiten Berufsjahr laut Gehaltstarifvertrag mit dem ADA (Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken) ein Gehalt von 2646 Euro brutto. Danach geht es auch nicht steil bergauf – nach 15 Jahren bekommen PTA 3267 Euro brutto nach Tarif. Damit liegen sie ähnlich wie Friseure und Friseurinnen oder Fleischer und Fleischerinnen. PKA kämen sogar nur auf ein Einstiegsgehalt von 2375 Euro – das ist knapp über Niveau des Mindestlohns.
In Apotheken angestellte Apothekerinnen und Apotheker liegen ebenfalls trotz sehr anspruchsvollem Studium unterhalb des Durchschnitts für Beschäftigte mit Hoch- und Fachholschulabschluss. Der Durchschnitt kommt auf 7019 Euro brutto laut Destatis. Apothekerinnen und Apotheker steigen jedoch lediglich mit 4166 Euro brutto ein und verdienen elf Jahre später 750 Euro mehr.
Laut Adexa verschärft das Gehaltsniveau den Fachkräftemangel für Apotheken. Die Gewerkschaft verlangt deshalb nach einer Personalumlage und schreibt: »Zusätzliche Mittel aus der im Koalitionsvertrag versprochenen Anhebung des Fixums dürfen nicht ins Leere laufen, sondern müssen gezielt bei den Beschäftigten ankommen. Die Personalumlage soll zweckgebunden für bessere Gehälter und Ausbildungsvergütungen eingesetzt werden und nur dort wirksam werden, wo Apotheken tarifgebunden sind. Ein finanzieller Spielraum, der für dauerhaft bessere Arbeits- und Vergütungsbedingungen sorgt, ist überfällig«. Eine deutliche Aufwertung der Vergütung sei Voraussetzung dafür, dass »Apothekenberufe attraktiv bleiben und die Arzneimittelversorgung langfristig gesichert werden kann«.