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Kardiologie
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Resilienz-Training für das Herz

Menschen, die mit belastenden Lebenssituationen gut umgehen können, leiden seltener unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen und haben gute Chancen auf ein langes Leben, wie eine aktuelle Studie bestätigt. Forschende plädieren dafür, diese psychische Stabilität stärker für die Herzmedizin zu nutzen.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 28.04.2025  12:00 Uhr

Bislang ist die Resilienz – also die Fähigkeit, mit Stress, Krisen und Schicksalsschlägen konstruktiv umzugehen – in der Herzmedizin kaum berücksichtigt. Dabei zeigt eine Auswertung der Gutenberg-Gesundheitsstudie (GHS) mit mehr als 12.000 Teilnehmern, dass Menschen mit niedriger Resilienz ein um 38 Prozent erhöhtes Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung haben. Das Risiko, in den nächsten vier Jahren zu versterben, ist unabhängig von anderen Risikofaktoren um 36 Prozent gegenüber resilienten Personen erhöht.

Die Studie wurde an der Universitätsmedizin Mainz in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) durchgeführt und im Fachjournal »Journal of Psychosomatic Research« veröffentlicht. Die Schutzwirkung durch psychische Resilienz ist laut Studienautoren ähnlich ausgeprägt wie bei klassischen Faktoren wie körperliche Aktivität oder gesunde Ernährung. Sie plädieren dafür, psychische Schutzfaktoren in der kardiologischen Versorgung systematisch zu nutzen, etwa durch Resilienz-Trainings oder psychologische Begleitung.

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