| Isabel Weinert |
| 23.03.2026 16:00 Uhr |
Schon viele jüngere Menschen tragen ein hohes Risiko dafür, einen Schlaganfall zu erleiden. Daher sind regelmäßige Check-ups wichtig. / © Adobe Stock/Pituk
Der durchgeführte Check berechnete das individuelle Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, wie einem Schlaganfall. Demnach wiesen 46 Prozent der Teilnehmenden mit einem Durchschnittsalter von 47 Jahren erhöhte oder bereits sogar kritische Blutdruckwerte auf, die Hälfte davon war wegen der erhöhten Werte nicht in Behandlung; 38 Prozent hatten hohe Cholesterolwerte, 17 Prozent solche im kritischen Bereich. Der Check fand auch mehrere Menschen, die Diabetes hatten, es aber gar nicht wussten. Das Körpergewicht lag bei knapp zwei Drittel der Teilnehmenden über dem Normbereich.
Die Präventionsexpertin der Deutschen Schlaganfall-Hilfe, Antonia Valentin, ordnet die Ergebnisse als alarmierend ein. In der Pressemitteilung der Organisation sagt sie: »Die meisten Risikofaktoren machen selten Beschwerden und bleiben deshalb lange Zeit unerkannt, wenn die Betroffenen nicht regelmäßige Gesundheitschecks machen. Im fortgeschrittenen Alter erhöhen sie jedoch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie den Schlaganfall um ein Vielfaches«. Aus den Ergebnissen resultiert für die Deutsche Schlaganfall-Hilfe, dass ein stärkeres betriebliches Gesundheitsmanagement nötig sei.