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Risikobewertung
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Schädliche Kühlstoffe in E-Zigaretten

Die in E-Zigaretten verwendeten Kühlstoffe, auch Cooling Agents genannt, können dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zufolge der Gesundheit schaden. Welche Organe besonders betroffen sind.
AutorKontaktdpa
Datum 27.01.2026  09:00 Uhr
Schädliche Kühlstoffe in E-Zigaretten

Alle bisher geprüften Kühlstoffe können demnach unter anderem Leber und Nieren nachhaltig schädigen. Von der Verwendung solcher Kühlstoffe in E-Liquids sei abzuraten, da bereits bei mittlerem Konsum – fünf Milliliter pro Tag – von einem langfristigen Gesundheitsrisiko auszugehen sei. Völlig unklar sei derzeit noch, wie das Risiko für Lungenschäden einzuschätzen ist.

Das Bundesernährungsministerium hat eine Verordnungsänderung auf den Weg gebracht, wonach 13 Aroma- und Kühlstoffe, darunter Menthol, künftig nicht mehr verwendet werden dürfen, wie ein Sprecher kürzlich mitteilte.

Diverse chemische Substanzen

Kühlstoffe – auch Cooling Agents genannt – werden den Liquids von E-Zigaretten beigemischt, um ein kühlendes und erfrischendes Mund- und Rachengefühl zu erzeugen. Dabei werden dem BfR zufolge diverse chemische Substanzen genutzt – viele seien geschmacksneutral und geruchlos.

Andere wie Menthol seien mit einem charakteristischen Geruch und Geschmack verbunden. Die Konzentration der häufig synthetisch hergestellten Kühlstoffe in E-Liquids variiere stark, teils seien die Konzentrationen hoch.

Daten zur gesundheitlichen Wirkung beim Inhalieren in die Lunge lägen bisher öffentlich kaum vor, hieß es. Das BfR hat nach ersten vorangegangenen Analysen weitere neun Kühlstoffe wie Menthol, Menthylacetat und Eucalyptol bewertet. Genutzt wurden Daten aus Studien zur oralen Aufnahme der Stoffe bei Tieren wie Ratten oder Mäusen. Für einige Kühlstoffe, für die keine Daten verfügbar waren, wurden Studiendaten von strukturähnlichen Stoffen verwendet, wie es hieß.

Gesundheitsschäden teils schon bei wenig Konsum

»Die Wahrscheinlichkeit gesundheitlicher Beeinträchtigungen für die Allgemeinbevölkerung ist beim Dampfen von E-Zigaretten mit kühlenden Substanzen gegeben, im Besonderen bei mittlerem und starkem Konsum«, schließen die BfR-Experten. Für die Stoffe WS-12, Frescolat MGA und Menthyllactat könnten Gesundheitsschäden schon bei niedrigem Konsum (1 Milliliter/Tag) nicht ausgeschlossen werden.

Bei der Bewertung seien die Kühlstoffe jeweils separat betrachtet worden. »In der realen Anwendung könnte die Gesamt-Exposition gegenüber Kühlstoffen jedoch höher ausfallen, da viele E-Liquids Mischungen mehrerer Kühlstoffe enthalten.« Mischungen mit bis zu acht solchen Substanzen seien bekannt.

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