Um Kopfschmerzen zu vermeiden, ist es besser bei guten Lichtverhältnissen zu lesen. / © Adobe Stock/Goffkein
Hier kommt eine (halbe) gute Nachricht: Wer bei schlechtem Licht liest, riskiert keine langfristigen Augenschäden. »Dadurch entstehen weder Augenerkrankungen noch verschlechtern sich die Sehwerte«, sagt Seleman Bedar, ärztlicher Leiter des OSG Augenzentrums Siegburg. Dennoch gibt es einen unerwünschten Effekt, den man sich durch das Lesen im Schummerlicht möglicherweise einkauft: Kopfschmerzen. Die Erklärung: »Bei schlechten Lichtverhältnissen beanspruchen wir das Auge mehr«, so der Augenarzt. Die kleinen Muskeln in unseren Augen müssen mehr arbeiten und können dadurch schneller ermüden – das kann zu Kopfschmerzen führen. Wer sich das ersparen will, macht also besser das Licht an.
Besonders eine Gruppe Menschen sollte darauf achten, in einer gut ausgeleuchteten Umgebung zu lesen: Patientinnen und Patienten mit einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD).
Bei dieser häufigen Augenerkrankung lässt nach und nach die Sehkraft im Bereich des schärfsten Sehens ab. »Dieses Krankheitsbild führt dazu, dass Patienten mehr und mehr Probleme haben beim Lesen. Eine gute, helle Beleuchtung verbessert häufig die Lesefähigkeit deutlich«, sagt Seleman Bedar.