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Schreibschrift für besseres Gedächtnis

In Zeiten von Laptop, Smartphone und Tablet wird Schreiben mit dem Stift auch in Schulen zunehmend zur Ausnahme. Kinder könnten jedoch beim Lernen davon profitieren, sich weiterhin in Handschrift zu üben.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 17.02.2026  16:00 Uhr

In vielen Ländern wie der Schweiz, Finnland oder den USA ist die geschwungene Schreibschrift mit fließend verbundenen Buchstaben in den letzten Jahren aus dem Unterricht verschwunden. Auch in Deutschland wird immer wieder über eine Abschaffung diskutiert. Hier steht inzwischen häufig die Druckschrift im Vordergrund. In Norwegen arbeiten manche Schulen vollständig digital, und Kinder lernen von Anfang an auf einem Tablet Lesen und Schreiben.

Die Neurowissenschaftlerin Karin Harman James von der Indiana University Bloomington, USA, sieht diese Entwicklung kritisch. In einer Studie brachte sie Vorschulkindern bei, Buchstaben entweder von Hand zu schreiben oder sie auf der Tastatur zu tippen. In den anschließenden MRT-Scans zeigten sich nur bei Kindern, die handschriftlich geübt hatten, die typischen Aktivitätsmuster, die auch bei lesenden Erwachsenen vorkommen. Das Schreiben mit der Hand scheint demnach die Fähigkeit zu verbessern, Buchstaben und Zahlen zu erkennen und Dinge im Gedächtnis abzulegen.

Ob sich dafür Schreibschrift, Druckschrift oder ein Mix daraus besser eignet, ist noch wenig erforscht. Eine kanadische Studie zeigte, dass Zweitklässler, die durchgehend nur eine Schrift lernten, die besseren Rechtschreibleistungen hatten. Dabei schnitt die Gruppe, die nur Schreibschrift nutzte, bei Syntax und Wortproduktion am besten ab.

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