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Depressionen
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Schritte machen Stimmung

Bewegung ist eines der besten und zudem preiswertesten Medikamente überhaupt. Wie sich auch jüngst in einer Metaanalyse bestätigte, hilft sie auch, das Depressionsrisiko deutlich zu verringern. Dabei zählt jeder Schritt.
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 11.06.2025  08:00 Uhr

Im Rahmen der Metaanalyse analysierten die Forschenden 33 Studien mit 96.173 Erwachsenen. Unabhängig von der Studienart litten diejenigen Menschen, die mindestens 5000 Schritte pro Tag gingen, signifikant weniger unter Symptomen wie sie typischerweise im Rahmen einer Depression auftreten. Ob mehr als 10.000 Schritte täglich auch einen größeren antidepressiven Effekt zeigen, ist noch nicht geklärt. Möglich wäre auch, dass die positive Wirkung auf die Stimmung ab einer bestimmten hohen Schrittzahl nicht mehr zunimmt.

Auch Kausalität, also ein direkter Zusammenhang zwischen mehr Schritten und weniger Depression, ist nicht zwangsläufig. Das bedeutet, dass Menschen, die viele Schritte gehen, zwar seltener unter Depressionen leiden, dass jedoch noch nicht feststeht, ob es sich nicht bei denjenigen, die viel gehen, ohnehin um Menschen handelt, die nicht zu Depressionen neigen.

Ungeachtet dieser noch ungeklärten Punkte eignet sich diese bisher größte Metaanalyse dazu, zu empfehlen, täglich möglichst viele Schritte zurückzulegen, um die Chance auf psychische Gesundheit zu erhöhen. Wer noch unerfahren ist darin, welche Strecke wie viele Schritte beschert, misst am besten mit einem Schrittzähler, wie ihn Smartphone-Apps vielfach bieten.

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