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Herpes-zoster-Impfung
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Schutz auch für Herz und Hirn

Eine Impfung gegen Herpes zoster kann wohl nicht nur eine Gürtelrose verhindern. Aktuelle Studien legen weitere schützende Effekte nahe: Geimpfte erkrankten in Untersuchungen seltener an kardiovaskulären Erkrankungen und Demenz.
AutorKontaktVerena Schmidt
Datum 12.05.2025  12:00 Uhr

Studien mit Lebendimpfung

Wohlgemerkt: Bei der in der Studie untersuchten Vakzine handelt es sich um die Lebendimpfung. Diese wird in Deutschland nicht mehr verwendet. Stattdessen steht hier der rekombinante Totimpfstoff Shingrix® zur Verfügung, der aber allgemein als wirksamer gilt. Ob die bessere Wirksamkeit auch für den Schutz vor kardiovaskulären Ereignissen gilt, ist nicht klar.

Ebenfalls für den Lebendimpfstoff konnten Forschende vor einigen Wochen einen weiteren Benefit zeigen. Die Vakzine scheint die Geimpften auch vor einer Demenz zu schützen, wie die Ergebnisse von drei Studien aus Wales, Australien und den USA nahelegen. In der Studie aus Wales war die Wahrscheinlichkeit einer neuen Demenzdiagnose über einen Nachbeobachtungszeitraum von sieben Jahren mit Zoster-Impfung um 3,5 Prozentpunkte reduziert – was einer relativen Reduktion von 20 Prozent entspricht. Die Effekte waren besonders ausgeprägt bei Frauen sowie bei Personen mit immunologischen Vorerkrankungen.

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