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OTC-Beratungscheck
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Senfölglykoside

Kontraindikationen, Neben- und Wechselwirkungen: OTC-Arzneimittel sind nicht weniger beratungsintensiv als verschreibungspflichtige. In der Serie »OTC-Beratungscheck« fasst PTA-Forum die wichtigsten Hinweise zu ausgewählten OTC-Präparaten für die Beratung übersichtlich zusammen. Diesmal: Senfölglykoside
AutorKontaktVerena Schmidt
Datum 10.08.2023  08:30 Uhr

Arzneistoffgruppe

Pflanzliche Rhinologika/Sinusitismittel beziehungsweise pflanzliche Urologika

Präparate

zum Beispiel: Angocin® Anti-Infekt N Filmtabletten (Kapuzinerkressenkraut + Meerrettichwurzel)

Indikation

Zur Symptombesserung bei akuten entzündlichen Erkrankungen der Bronchien, Nebenhöhlen und ableitenden Harnwege

Dosierung/Anwendung

  • Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: 3–5mal täglich je 4–5 Tbl. (Standard: 3mal
    täglich 4 Tbl.)
  • Kinder von 6–12 Jahren (nur nach Rücksprache mit Arzt): 3–4mal täglich je 2–4 Tbl. (Standard: 3-mal täglich 3 Tbl.)
  • Tabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit nach den Mahlzeiten einnehmen
  • Die Anwendungsdauer ist nicht begrenzt.
  • Bei Beschwerden, die länger als eine Woche andauern (bei
    Harnwegsinfekten länger als fünf Tage), bei Blut im Urin oder blutigem oder eitrigem
    Auswurf sowie bei Atemnot oder Fieber: Arzt aufsuchen

Kontraindikation/Warnhinweis

  • Nicht bei Kindern > 6 Jahren
  • Nicht bei akuten Magen- und Darmgeschwüren, akuten Nierenentzündungen

Nebenwirkungen

Häufig: Magen- und Darmbeschwerden wie Übelkeit, Oberbauchdruck, Durchfall, Blähungen, Sodbrennen

Wechselwirkungen

  • Kapuzinerkressenkraut enthält Vitamin K: Verminderte Wirkung gerinnungshemmender Arzneimittel wie Phenprocoumon und Warfarin (Vitamin-K-Antagonisten) bei gleichzeitiger Einnahme kann nicht ausgeschlossen werden: Quick- beziehungsweise INR-Wert engmaschig kontrollieren

Schwangerschaft/Stillzeit

Rücksprache mit dem Arzt empfohlen. Laut Hersteller liegen keine ausreichenden Daten für die Verwendung bei Schwangeren vor. Das Arzneimittel ist im Tierversuch unzureichend auf reproduktionstoxikologische Eigenschaften untersucht. Es ist nicht bekannt, ob die Wirkstoffe in die Muttermilch übergehen.

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