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Alles oder nichts?
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So können ADHS-Betroffene sich besser organisieren

Erwachsene Menschen mit ADHS haben oft Schwierigkeiten, Struktur in den Alltag zu bringen – die Aufgaben scheine überwältigend. Im Weg steht außerdem mitunter die Mentalität »entweder ganz oder gar nicht«. Welche Strategien können helfen?
AutorKontaktdpa
Datum 13.12.2024  12:00 Uhr

Routinen bringen Ruhe

Auch das Etablieren neuer Gewohnheiten kann helfen, besser im Alltag klarzukommen. Dabei gilt:

  • Beginnen Sie mit kleinen Veränderungen. Am besten etwas, das nicht länger als fünf bis zehn Minuten pro Tag dauert und das Sie quasi für immer (oder zumindest so lange es nötig ist) tun wollen und können.
  • Sorgen Sie für regelmäßige Wiederholung: Studien zeigen, dass es zwischen 18 und 254 Tagen dauert, bis sich eine Gewohnheit verfestigt.
  • Setzen Sie auf Konsistenz und bleiben Sie dran, um die Gewohnheit zu stärken.

Nur mit Wollen und Selbstkontrolle allein funktioniert das aber oft nicht, das gilt auch für Nicht-ADHS-Betroffene. Dafür gibt es Kalender, Alarme, Notizen, die dabei helfen, nichts zu vergessen – und Gewohnheiten zu verfestigen.

Fortschritt statt »alles oder nichts«

Dabei ganz wichtig: Fortschritt zählt. Erlauben Sie sich zwei »freie« Tage pro Woche, um Ziele realistisch zu halten. Wenn also an fünf Tagen die Betten gemacht oder das E-Mail-Postfach bearbeitet ist, reicht das.

Und verabschieden Sie sich von der »alles oder nichts«-Mentalität, rät Dawson: Wenn Sie einen schlechten Tag haben, wählen Sie kleinere Teilziele, zum Beispiel fünf Minuten Sport statt 30 Minuten – statt es ganz zu lassen.

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