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Fragen und Antworten
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Sport in der Schwangerschaft – was geht?

Schwangerschaft und Sport sind keine Gegensätze. Im Gegenteil: Regelmäßig in Bewegung zu kommen, tut der werdenden Mutter und ihrem Kind sogar gut. Welche Sportarten eignen sich?
AutorKontaktdpa
Datum 19.02.2026  16:00 Uhr

Was geht noch bis zur Geburt?

Generell ist Bewegung bei einer unkomplizierten Schwangerschaft bis zur Geburt zu empfehlen. Mit der Zeit setzt aber die Babykugel rein anatomisch immer stärker Grenzen. Ab dem vierten Monat sollten Schwangere möglichst nicht mehr länger auf dem Rücken liegend trainieren. Denn in dieser Position kann das Gewicht der Gebärmutter wichtige Blutgefäße leicht abdrücken. »Dadurch gelangt weniger Blut zum Herzen zurück, was zu Kreislaufproblemen führen und die Durchblutung der Gebärmutter vorübergehend einschränken kann«, sagt Klaus Doubek. Viele Übungen lassen sich aber anpassen, indem man den Oberkörper leicht aufrichtet, sich seitlich hinlegt, hinsetzt oder hinstellt.

In den letzten drei Monaten sollte der Sport dann außerdem deutlich weniger intensiv sein. »Die eigene Körperwahrnehmung ist ein wichtiger Kompass in der Schwangerschaft«, sagt der Facharzt. Letztlich komme es darauf an, wie sich die Schwangere beim Sport fühle. Wird es zu mühsam, sollte sie es langsamer angehen lassen.

In den letzten Schwangerschaftswochen können vor allem Übungen guttun, die Atemtechnik, Haltung, Mobilität und den Beckenboden in den Fokus stellen – etwa Yoga. »Schwimmen oder Aquagymnastik sind bis zum Schluss ideal«, sagt der Gynäkologe. »Symmetrische Bewegungsabläufe sind gut, und durch den Auftrieb im Wasser spürt man das Gewicht weniger.«

Was sind Warnsignale, den Sport zu stoppen?

Als Warnsignale für eine Überlastung nennt der Mediziner starke Schmerzen, Atemnot, Schwindel, Kreislaufbeschwerden oder starke Erschöpfung. »Tritt eines dieser Symptome auf, sollte das Training sofort beendet werden und eine frauenärztliche Abklärung erfolgen«, sagt er. Frauenarzt oder ‑ärztin warnen auch, wenn etwa wegen eines verkürzten Muttermunds der Sport zu stoppen ist.

Jede Frau und jede Schwangerschaft ist anders. Ist eine Schwangere daher unsicher, was noch geht und was nicht, fragt sie am besten ihre betreuende Frauenärztin oder den Frauenarzt. »Wir raten sporttreibenden Schwangeren immer dazu, unbedingt alle Untersuchungen beim Gynäkologen wahrzunehmen«, sagt Marion Sulprizio. »Und sich auch nicht über dessen Rat hinwegzusetzen.«

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