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Rezeptur-Video
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Stimmt die Konzentration?

Man kann nicht alles im Kopf haben – Richtkonzentrationen von Wirkstoffen schon gar nicht! Aber welche Informationsquellen sind zum Nachschlagen geeignet? Unser Rezeptur-Video verrät es. Schließlich gehört zum Plausibilitäts-Check die Überprüfung der verordneten Konzentration von Wirkstoffen dazu.
AutorKontaktElke Wolf
Datum 14.01.2026  08:00 Uhr

Recherche-Tool Nummer 1 ist das DAC/NRF. So führt die Tabelle 1.6.1 die oberen Richtkonzentrationen dermatologischer Wirkstoffe. Darin wird sogar teilweise in Erstverordnung und Folgeverordnung unterschieden oder auch in Verwendung durch den Arzt oder den Patienten.

Rezepturcoach Dr. Sandra Barisch verweist auf eine deutlich ausführlichere Wirkstoffliste in den Tabellen für die Rezeptur. Ihr Vorteil laut der Apothekerin: »Dort sind die Dosierungen vieler Wirkstoffe nicht nur für die dermale Anwendung aufgeführt, sondern allgemein für die lokale Applikation, also auch zum Beispiel für Mundspüllösungen oder Vaginalia.« In dieser Tabelle ist für jeden Wirkstoff die obere Richtkonzentration und die therapeutische Konzentration für Erwachsene und für Kinder angegeben.

Weil es besonders bei pädiatrischen Dosierungen manchmal etwas tricky werden kann, empfiehlt die Rezepturexpertin als Fundgrube für geeignete Richtwerte das Kinderformularium. »Unter www.kinderformularium.de bekommt ihr wertvolle Tipps zur korrekten und sicheren Dosierung von Rezepturarzneimitteln für Kinder, und zwar nicht nur für die dermale Anwendung. Auch andere Applikationswege werden dort berücksichtigt. Der Zugang ist kostenfrei.«

Das Kinderformularium ist eine unabhängige Datenbank, die mit Mitteln des Bundesgesundheitsministeriums im Rahmen des Aktionsplans zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit in Deutschland entwickelt wurde. Zwar weichen die Dosierempfehlungen teilweise von der zugelassenen Dosierung ab. Aber weil sie durch entsprechende wissenschaftliche Literatur belegt sind, entsprechen sie einer evidenzbasierten Off-Label-Anwendung.

Barisch lobt die On-top-Informationen: »Zusätzlich findet ihr dort Hinweise zum Wirkmechanismus, zu den Symptomen einer Überdosierung und sogar eine Auflistung mit ähnlichen Wirkstoffen – was in Zeiten von Lieferengpässen für den Apothekenalltag sehr hilfreich sein kann.«

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