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Tipps für den Jahresstart
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Stimmungstief nach den Feiertagen überwinden

Nach dem Trubel der Feiertage und des Jahreswechsels folgt oft ein kleines Tief, die Energie geht zurück. Eine Psychologin gibt Tipps, wie man dem entgegenwirken kann.
AutorKontaktPTA-Forum
Datum 06.01.2026  14:00 Uhr

Ein Grund für den Energiemangel könne das kalorienreiche Essen in Verbindung mit fehlender Bewegung sein, erklärt Andrea Jakob-Pannier, Psychologin bei der Barmer Krankenkasse. Hinzu kommt die emotionale Erschöpfung: Denn die Feiertage gehen oft mit sozialen Verpflichtungen und Konflikten einher. »Das alles kann emotional erschöpfend wirken, was sich dann in einem Gefühl der Müdigkeit und dem Wunsch nach Rückzug äußern kann.«

Nach den Feiertagen machten sich dann viele Menschen den Druck, die guten Vorsätze direkt umzusetzen. »Das kann zu Überforderung führen, da die festlichen Tage viele Menschen in eine Ausnahmesituation versetzen, die dann relativ plötzlich aufhört«, so Jakob-Pannier. »Das wichtigste Ziel ist es, sich selbst zu erlauben, langsamer zu starten und geduldig mit sich zu sein.«

Die Psychologin hat folgende Tipps, um das Stimmungstief nach den Feiertagen zu überwinden:

  • Nicht sofort in den »Produktivitätsmodus« verfallen: Bewusst Zeit für sich nehmen, etwa durch eine Meditation, Spaziergänge oder das Lesen eines Buches. »Diese Momente der Ruhe und des Innehaltens sind entscheidend, um sich wieder zu sammeln und Kraft zu tanken«, so die Expertin.
  • Körper ins Gleichgewicht bringen: Damit beginnen, auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Trinkmenge zu achten sowie regelmäßig Bewegung in den Alltag einbauen. Das rege den Kreislauf an und hebe die Stimmung, sagt Jakob-Pannier. Auch leichte Aktivitäten wie Yoga oder Dehnübungen wirkten Stress entgegen.
  • Kleine und erreichbare Ziele setzen: »Vorsätze sollten nicht zu hochgesteckt sein, sondern sich an persönlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten orientieren«, betont Jakob-Pannier. Überlegt werden sollte, was wirklich erreichbar ist und Ziele dann Schritt für Schritt umgesetzt werden. Das mache den Prozess weniger überwältigend. Zu hoch angesetzte Ziele rufen hingegen oft Frust hervor oder das Gefühl des Versagens.
  • Eigene Erwartungen hinterfragen: Nicht zu sehr mit anderen vergleichen und den inneren Kritiker bändigen. »Ein wichtiger Faktor, um gut ins neue Jahr zu starten, ist der Umgang mit eigener Selbstkritik. Wir müssen lernen, auch mit den Herausforderungen des Lebens gelassen umzugehen«, so die Psychologin. »Vielmehr geht es darum, sich selbst so anzunehmen, wie man ist. Es gilt, eigene Grenzen zu erkennen und sich kleine Erfolge zu gönnen.«
  • Sich mit anderen austauschen: »Gerade in einer Übergangszeit kann es guttun, eigene Gefühle zu teilen und Verständnis zu erfahren«, so Jakob-Pannier.
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