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Depression
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Stressmanagement mit Mehrwert

Um eine Depression in den Griff zu bekommen, muss es offenbar nicht immer eine Psychotherapie sein. Auch zu lernen, mit Stress besser umzugehen, kann den Patienten helfen.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 10.04.2024  12:00 Uhr

Gestresst zu sein oder an einer Depression zu leiden, lässt sich nicht miteinander vergleichen. Dennoch können Patienten mit einer klinischen Depression von Programmen zum Stressmanagement profitieren. Das zeigt eine Metaanalyse von Psychologinnen und Psychologen verschiedener deutscher Universitäten, für die Daten von 1235 Personen aus sechs Studien ausgewertet wurden. Ursprünglich sollte die Auswertung die Effektivität von Online-Programmen zur Stressbewältigung aufzeigen. Darunter ein Programm für Berufstätige, dass einige der Studienautoren entwickelt haben. Darin geht es darum, Stressauslöser besser zu erkennen, diese zu reduzieren, Strategien zur Problemlösung zu üben und zu lernen, gelassener mit eigenen Emotionen umzugehen.

Da in den Studien auch Depressions-Fragebögen zum Einsatz kamen, konnten die Forschenden die Wirkung der Programme auf depressive Symptomatik auswerten. Dabei zeigte sich nicht nur eine positive Wirkung auf das Stresserleben. Nach sieben Wochen hatten sich auch Depressionen deutlich stärker gebessert als bei den Teilnehmern der Kontrollgruppe, die auf einer Warteliste für ein Programm zur Stressbewältigung standen. Laut der Autoren kamen die positiven Effekte an eine klassische Psychotherapie heran und waren auch nach drei Monaten noch feststellbar.

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