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Darmkrebs-Vorsorge
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Stuhltest oder Darmspiegelung – was bringt mehr?

Regelmäßige Darmkrebsvorsorge ab 50 kann einer Modellstudie zufolge bis zu drei Viertel der Fälle vermeiden. Dabei ist nur eines entscheidend: die Teilnahme – nicht die Methode. Denn beides – die Stuhluntersuchung sowie die Darmspiegelung – sind hochwirksam.
AutorKontaktaponet.de
Datum 07.03.2026  11:00 Uhr

Gute Nachrichten – beide Optionen zur Darmkrebsvorsorge ab 50 sind ähnlich wirksam. Zur Wahl stehen:

  • alle zwei Jahre eine immunologische Stuhluntersuchung auf Blut im Stuhl
  • bis zu zwei Koloskopien im Abstand von zehn Jahren

Voraussetzung, um so Darmkrebs zu vermeiden, ist allerdings die regelmäßige Teilnahme an den Untersuchungen.

Mehr als 80 Prozent der darmkrebsbedingten Todesfälle könnten verhindert werden

Im Detail fand das Forschungsteam mittels Modellrechnungen heraus: Bis zu 75 Prozent der Darmkrebserkrankungen und mehr als 80 Prozent der Todesfälle durch Darmkrebs könnten durch die Vorsorgeuntersuchungen verhindert werden. Prof. Dr. Hermann Brenner vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) erklärte in einer Mitteilung zur Studie: »Unsere Analysen zeigen sehr klar: Beide Vorsorgestrategien sind hochwirksam. Entscheidend ist nicht so sehr, welche Methode gewählt wird, sondern dass die Vorsorge von möglichst vielen Menschen genutzt wird.«

Größere Effekte bei optimaler Kombination der Darmkrebsvorsorge-Methoden

Besonders gute Ergebnisse waren zu beobachten, wenn beide Untersuchungen optimal miteinander kombiniert wurden. Das heißt, anfangs die beiden Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren wahrzunehmen und später alle zwei Jahre Stuhltests durchzuführen.

Teilnahmequote in Deutschland ausbaufähig

Bei den Modellrechnungen gingen die Forschenden davon aus, dass alle Berechtigten die Angebote bestmöglich wahrnehmen. Tatsächlich nutzen aber bei Weitem nicht alle das Angebot – im Verhältnis sogar deutlich weniger Menschen als in den Niederlanden, Dänemark oder den USA. »Um dahin zu kommen, braucht es gut organisierte Vorsorgeprogramme mit wiederholten persönlichen Einladungen sowie Maßnahmen, die die Vorsorge so einfach wie möglich gestalten, wie zum Beispiel die direkte Zusendung von Stuhltests oder das Angebot von Koloskopieterminen«, schlug Brenner vor.

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