| Barbara Döring |
| 23.01.2026 08:00 Uhr |
Damit Stoffwechselvorgänge reibungslos funktionieren, braucht der Körper ausreichend natürliches Licht. / © Getty Images/Rohappy
Natürliches Licht ist ein entscheidender Taktgeber für die innere Uhr im Gehirn, die wiederum die inneren Uhren der Organe synchronisiert. Bekommt man zu wenig Tageslicht ab, drohen Schlaf- und Stoffwechselstörungen. Die meisten Menschen verbrächten jedoch einen Großteil des Tages unter künstlicher Beleuchtung, die eine geringere Lichtintensität und ein engeres Wellenlängenspektrum hat als natürliches Licht, sagt Professor Dr. Joris Hoeks von der Universität Maastricht.
Gemeinsam mit Forschenden der Universitätskliniken Genf und des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) in Düsseldorf ging er der Frage nach, ob ein Mangel an natürlichem Licht auch mit Typ-2-Diabetes in Verbindung stehen könnte. Dafür verbrachten 13 Patienten mit Typ-2-Diabetes viereinhalb Tage in Räumen, die entweder durch große Fenster mit natürlichem Licht oder mit künstlichen Lichtquellen beleuchtet waren. Andere Parameter wie Mahlzeiten oder Bewegung änderten sich nicht.
Unter natürlichem Licht lagen die Blutzuckerwerte über einen längeren Zeitraum pro Tag im Normbereich und sie schwankten weniger. Beide Faktoren deuten laut den Wissenschaftlern darauf hin, dass der Blutzucker unter natürlichem Licht besser kontrolliert war.