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»Technoferenz« gefährdet Kinderpsyche

Wenn sich Eltern häufig vom Smartphone ablenken lassen, könnte sich das negativ auf die Entwicklung ihrer Kinder auswirken. Laut einer kanadischen Studie neigt der Nachwuchs häufig zu psychischen Problemen, wenn die Kommunikation mit den Eltern immer wieder unterbrochen wird.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 06.12.2024  09:00 Uhr

Die Forschenden befragten 1303 Kinder im Alter von neun bis elf Jahren, also in einer besonders sensiblen Phase der Gehirnentwicklung, die laut der Wissenschaftler mit einem erhöhten Risiko für psychische Probleme verbunden ist. Jene Heranwachsende, die angaben, ihre Eltern würden viel zu viel Zeit mit ihren Smartphones verbringen, neigten später eher zu Angstzuständen, Aufmerksamkeitsproblemen und Hyperaktivität als Kinder, deren Eltern sich weniger mit dem mobilen Telefon beschäftigten. Würden die emotionalen und körperlichen Bedürfnisse von Kindern ständig ignoriert oder würde darauf unangemessen reagiert, bestehe das Risiko, dass sich psychische Probleme entwickeln, so die Forscher um Professor Sheri Madigan von der University of Calgary in Alberta.

Wissenschaftler bezeichnen die Unterbrechung von Kommunikation durch technische Geräte als »Technoferenz«. 68 Prozent der Eltern gaben in einer weiteren aktuellen Studie an, bei der Interaktion mit ihren Kindern häufig entsprechend abgelenkt zu sein. Findet »Technoferenz« in der Pubertät statt, ist sie laut der kanadischen Forscher zudem mit höheren Konflikten zwischen Eltern und Kind verbunden.

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