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Hypoglykämie, Gewichtszunahme und Ödeme
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Unerwünschte Wirkungen einer Insulintherapie

Viele Menschen sind auf eine Therapie mit Insulinen angewiesen, sie ist lebensnotwendig. Dabei kann es auch zu Nebenwirkungen kommen, die von Unterzuckerungen bis hin zu Lipohypertrophie reichen. Ein Überblick.
AutorKontaktNicole Schuster
Datum 10.03.2026  08:00 Uhr

Unterzuckerungen sind die häufigste und schwerwiegendste Nebenwirkung einer Insulintherapie. Wird eine hohe Insulindosis ohne passende Kohlenhydratzufuhr appliziert, können bereits milde Unterzuckerungen Symptome wie Zittern, Schwitzen oder Verwirrtheit auslösen. Schwere Hypoglykämien, die sich durch Anzeichen wie Bewusstseinsverlust oder Krampfanfälle äußern, sind zwar seltener, wenn Patienten im Umgang mit ihrer Therapie geübt sind, müssen aber immer bedacht und als Notfall behandelt werden. Eine regelmäßige Schulung hilft, Warnzeichen zu erkennen und richtig zu reagieren.

Eine weitere unerwünschte Insulinwirkung ist, dass viele Betroffene zunehmen, wenn sie mit der Gabe beginnen. Ursache ist, dass der Körper mit Insulin effizienter mit Glucose versorgt wird und weniger Zucker und damit auch Wasser über den Urin verliert. Unter Insulinmangel verlieren Patienten üblicherweise viel Zucker mit dem Urin und nehmen zumindest bei Typ-1-Diabetes stark ab. Wenn Insulin von außen zugeführt wird, fällt dieser Verlust weg und gleichzeitig erhöhen Insulin und mögliche Unterzuckerungen Appetit und Heißhunger. Das Ergebnis kann eine ungewollte Gewichtszunahme sein.

Der Effekt lässt sich durch eine angepasste Kalorienzufuhr, ballaststoffreiche Ernährung und Bewegung reduzieren. Wichtig ist, Patienten auf dieses Risiko hinzuweisen und gemeinsam Gewicht und Essgewohnheiten im Blick zu behalten. Das Apothekenteam kann hier mit Ernährungshinweisen und Tipps für ein geeignetes Bewegungsprogramm helfen.

Weitere Nebenwirkungen einer Insulintherapie sind lokale Veränderungen des Unterhautfettgewebes (Lipohypertrophie) an Dauereinstechstellen, allergische Reaktionen (häufig ausgelöst durch Zusatzstoffe), Wasseransammlungen (insulinbedingtes Ödem) und in Einzelfällen eine Insulinresistenz durch Antikörperbildung. Eine Infektion am Kathetereinstich ist bei Pumpennutzung möglich. Wenn Patienten neue Hautrötungen oder Knoten bemerken, sollten sie diese mit dem Arzt besprechen. Die PTA kann daran erinnern, Einstichstellen regelmäßig zu wechseln.

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